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Personalrochade
Doppelwechsel bei Terex

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Zweibrücken. Geschäftsführer Klaus Beulker und Dinglerstraßen-Werkleiter Adrian Ballbach verlassen den Kranbauer. Von Eric Kolling

Stühlerücken beim größten Zweibrücker Arbeitgeber Terex: Werkleiter Klaus Beulker wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. April verlassen. Das sei am Montagabend via E-Mail an die Belegschaft und per internem Aushang kommuniziert worden, erklärte Terex-Personalchef Frank Schättle auf Merkur-Anfrage. Seit August 2014 war der 54-Jährige Geschäftsführer bei der Terex Cranes Germany GmbH. Im Gespräch mit dem Merkur betonte er, es seien „persönliche Beweggründe“, wegen denen er das Unternehmen verlasse – es habe ausdrücklich nichts mit der Entwicklung von Terex zu tun. Einen neuen Arbeitgeber habe er noch nicht. In der Amtszeit von Beulker als Zweibrücker Standortleiter wurde der Ende 2016 von der Terex-Spitze geplante, große Kahlschlag im Zuge von Umstrukturierungen verhindert. Dazu und zur Bilanz seiner Zweibrücker Jahre insgesamt wollte er sich allerdings nicht näher äußern.

Wer Beulkers Nachfolger wird, ist laut dem Personalverantwortlichen Schättle noch unklar: „Wir sind schon auf der Suche, aber das dauert. Wir gehen von sechs bis acht Monaten aus.“ Für die Zwischenzeit habe man Thomas Schramm gewinnen können, „ein altes Demag-Gewächs“, so Schättle. Seit Oktober 2017 ist Schramm bei Terex als Vizepräsident tätig, er kehrte nach einer Pause zum Unternehmen zurück und fördert die Umsetzung der Vertriebs- und Produktsupportstrategie für die Mobil- und Raupenkranen der Marken Terex und Demag in Europa und dem Nahen Osten und ist darüber hinaus für die Führung der Teammitglieder in der Region zuständig. Auch vertritt er die Marke Demag weltweit als Markenbotschafter. 1987 hatte er bei Demag begonnen, während seiner Tätigkeit für Demag und Terex mehrere Führungspositionen im Vertrieb ausgeübt,  bevor er das Unternehmen 2010 verlassen hatte.

Außer Beulker, den Schramm zwischenzeitlich ersetzt, gibt es noch einen Wechsel: Auch Adrian Ballbach, der Chef des Werks Dinglerstraße, verlässt zum 30. April das Unternehmen – ebenfalls aus persönlichen Gründen, so Schättle. Die Verantwortung für das Werk Dinglerstraße übernehme Thorsten Quadflieg, der bisher schon das Werk Wallerscheid leitete. Auch hier will das Unternehmen in sechs bis acht Monaten einen Nachfolger präsentieren.



Größere Auswirkungen in der täglichen Arbeit erwarte man nicht, so Schättle: „Unsere Auftragsbücher sind gefüllt wie nie. Unsere höchste Priorität – das ist nicht als Floskel gemeint – ist, dass wir die Kräne, die bestellt sind, produziert und zu den Kunden bekommen.“