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Diskussionen um den Namen, das Logo und das Wort „vorzugsweise“

 Die Spitze des neuen Vorstandes um den Vorsitzenden Andreas Michel (rechts), Stellvertreter Manfred Weber, Schriftführerin Sandra Jäkel-Deller (links) sowie Kassiererin Marianne Burger. Foto: gda
Die Spitze des neuen Vorstandes um den Vorsitzenden Andreas Michel (rechts), Stellvertreter Manfred Weber, Schriftführerin Sandra Jäkel-Deller (links) sowie Kassiererin Marianne Burger. Foto: gda FOTO: gda
Zweibrücken. Vieles ändert sich bei der Zweibrücker Werbegemeinschaft: Sie bekam einen neuen Namen, eine veränderte Satzung, einen neuen Vorstand und zwölf neue Mitglieder aus den beiden anderen Händler-Vereinigungen. Gerrit Dauelsberg

Auch wenn es einige Diskussionen und einen kleinen Eklat gab - unterm Strich ist der Schulterschluss der Zweibrücker Händler am Dienstagabend (wir berichteten) weitgehend reibungslos über die Bühne gegangen. Allerdings war es ein recht mühsamer Abend, der sich in die Länge zog. Über jeden einzelnen Punkt der neuen Satzung stimmten die Mitglieder von "Gemeinsamhandel Zweibrücken " gesondert ab. Und die Wahlen des neuen Vorstandes um den Vorsitzenden Andreas Michel (Firma Alutech) wurden geheim abgehalten.

Zu Beginn war aber noch einmal der scheidende Vorsitzende der bisherigen Werbegemeinschaft, Mario Facco, an der Reihe. Im Kassenbericht wurde deutlich, dass die Werbegemeinschaft wie bereits im Vorjahr ein Minus verbuchte - und zwar von gut 4800 Euro (2014: gut 5300 Euro). Die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge reduzierten sich von 17 300 auf 12 800 Euro. Das lag vor allem an der weiter sinkenden Mitgliederzahl. So änderten auch deutlich reduzierte Werbekosten - für Anzeigen und Aktionen - nichts am Minus. "Aber die Mitgliederzahl erhöht sich ja wieder", sagte Facco mit Blick auf den vollzogenen Zusammenschluss der drei Händler-Vereine unter dem Dach der bisherigen Werbegemeinschaft. Zuletzt hatte der Verein 44 Mitglieder, durch die Fusion sind es jetzt 56.

"Gemeinsamhandel Zweibrücken " heißt diese ab sofort. Ein Kunstwort, das auch auf Skepsis stieß. Frank Schmid fürchtete gar, dass man sich damit in der Region ein wenig lächerlich mache. "Das ist kein richtiges Deutsch", bemängelte er. City-Managerin Petra Stricker verteidigte den Namen: Der Begriff "Einzelhandel" sei ja ein geflügeltes Wort. Aber: "Einzeln handeln ist schlecht." Wichtig sei stattdessen, gemeinsam voranzugehen. Daher das Kunstwort "Gemeinsamhandel", das die Mitglieder dann auch mit breiter Mehrheit billigten.



Das galt ebenso für das neue Logo, dass ein geflügeltes Pferd zeigt. Das Ross stehe für Zweibrücken , die Flügel für die neue Einigkeit der Händler , die beflügele, erläuterte Stricker. Beisitzer Werner Euskirchen vermisste die Rose als starkes Symbol für die Stadt und stimmte wie zwei weitere Mitglieder gegen das Logo.

Für einen kleinen Eklat sorgte das Wort "vorzugsweise" auf der ersten Seite der geänderten Satzung. Dort heißt es wörtlich unter "Zweck und Aufgaben des Vereins": "Der Verein Gemeinsamhandel Zweibrücken e.V. bündelt und steuert alle Maßnahmen, vorzugsweise in Kooperation mit dem Citymanagement Zweibrücken ." Durch diese Formulierung mache man sich zum Anhängsel der Stadt, befürchtete ein Mitglied, das das Wort "vorzugsweise" gestrichen haben wollte. Als die anderen Mitglieder dieser Argumentation nicht folgten, verließ der Mann verärgert die Sitzung und lehnte eine weitere Zusammenarbeit ab.