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Die Produktion läuft ohne Unterbrechung

Firmenchef Hans Gölz begutachtet die Schäden im Heizblockkraftwerk, die das Feuer verursacht hat. Foto: Jörg Jacobi
Firmenchef Hans Gölz begutachtet die Schäden im Heizblockkraftwerk, die das Feuer verursacht hat. Foto: Jörg Jacobi
Zweibrücken. Die Mitarbeiter der Elektrofirma Schreiner aus Ottweiler waren gestern Morgen am ausgebrannten Blockheizkraftwerk noch zugange, als die Mitarbeiter der Firma Gölz wie gewöhnlich Paletten produzierten. In der großen Halle des Paletten-Herstellers war von dem Brand in der Nacht zu Samstag (wir berichteten) nichts zu merken Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Die Mitarbeiter der Elektrofirma Schreiner aus Ottweiler waren gestern Morgen am ausgebrannten Blockheizkraftwerk noch zugange, als die Mitarbeiter der Firma Gölz wie gewöhnlich Paletten produzierten. In der großen Halle des Paletten-Herstellers war von dem Brand in der Nacht zu Samstag (wir berichteten) nichts zu merken. "Das ist ganz wichtig, dass die Produktion wieder läuft", stellte der Seniorchef, Hans Gölz, im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest.Dies obwohl in dem Betrieb zunächst weniger Paletten als sonst hergestellt werden. Normalerweise werden zwischen 8000 und 9000 Paletten produziert.

Gölz rechnet in der nächsten Zeit mit um die 6000. Wegen der fehlenden Wärme des Blockheizkraftwerks könnte ein Drittel weniger Paletten getrocknet werden. "Unsere Produktion wird überwacht und es ist eine technische Trocknung vorgeschrieben", erläuterte Gölz. Juniorchef Axel Gölz nahm bereits Kontakt zu anderen Unternehmen auf, ob diese nicht helfen könnten.

Über einen Produktionsstillstand wollte Hans Gölz gar nicht nachdenken. Der Verlust wegen der reduzierten Produktion reiche schon. Das in einem Nebengebäude stehende, abgebrannte, mit Pflanzenöl betriebene Heizkraftwerk möchte Gölz schnellstmöglich wieder aufbauen. Mit drei bis sechs Monaten rechnet der Seniorchef des im Frühjahr 2007 nach Zweibrücken gekommenen Unternehmens.



Gölz schätzt den Schaden auf rund eine Million Euro. Das im vergangenen Herbst in Betrieb gegangene Heizkraftwerk habe 900 000 Euro gekostet. Dazu kämen noch die Elektrik, Kabel und die Sprenkleranlage. Der nahtlose Weiterbetrieb sei auch dank der Elektrofirma Schreiner möglich gewesen, betonte Hans Gölz.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken bestätigte, dass ein technischer Defekt im Motor den Brand ausgelöst hat. "Die Kripo war vor Ort und hat die Ursache ermittelt", sagte Oberstaatsanwalt Norbert Dexheimer. Damit seien die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei dem Brand abgeschlossen. "Es ist wichtig, dass die Produktion weiter läuft."

Hans Gölz, Seniorchef der Palettenfirma