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Zweibrücken
Die Organisten Jentschke und Schulz inszenieren „Lux aeterna“

Helge Schulz am Klavier bei der Chormusikbearbeitung.
Helge Schulz am Klavier bei der Chormusikbearbeitung. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Von Peter Fromann

Helge Schulz ist seit 24 Jahren Bezirkskantor in Zweibrücken, er steht kurz vor einem denkwürdigen  Jubiläum. Welcher musikalische Wunsch bleibt nach dieser langen Zeit noch offen? „Ich würde gern das Requiem von Johannes Brahms aufführen, doch dafür braucht man einen fast professionellen Chor und den haben wir zurzeit nicht“. Doch es gibt sicher doch erfüllbare Wünsche? „Ja, Ich hörte 2016 den Landesjugendchor Saar in der Homburger Stadtkirche mit einem Werk des amerikanischen Komponisten Morten Lauridsen; eigentlich ist er Däne, lebt aber schon immer in den USA. Seine Motette ‚O magnum mysterium’ ist sehr bekannt. Diese ausdrucksstarke Musik hat es verdient, einem größeren Kreis von Musikfreunden bekannt gemacht zu werden“. Zusammen mit Avo Pärt und ein, zwei anderen gehört er zu den großen Kirchenmusikern der heutigen Zeit. Beide Kantoren, Gerhard Jentschke von Heilig-Kreuz und Helge Schulz von der Alexanderskirche, sind Organisten von Rang, und bringen nun das „Lux aeterna“ von Lauridsen zur Aufführung, Jentschke übernimmt den Orgelteil, Schulz mit einem Projektchor den Choranteil. „Die Rieger-Orgel in Heilig-Kreuz ist für die Aufführung des Werks besser geeignet als die Ott-Orgel in der Alexanderskirche“, betont Schulz. Die Aufführung in der Heilig-Kreuz-Kirche beginnt am 1. November um 17 Uhr. „Es wäre schön, wenn viele Freunde großer Chormusik zu dieser Aufführung kämen“. Der Projektchor besteht aus Mitgliedern bestehender Chöre (etwa Kantorei, Chor opus 9 und Kammerchor) und neu hinzugestoßener Sänger. Man darf die Erwartungen hoch ansetzen.

Lux aeterna ist ein fünfsätziges Chorwerk für vier bis siebenstimmigen Chor, hier in der Orgelfassung. Den fünf Sätzen sind jeweils verschiedene liturgische Texte mit Bezug auf das ewige Licht (Lux aeterna) unterlegt. Der Komponist habe analog zum Deutschen Requiem von Brahms ein Quasi-Requiem geschaffen, das Hoffnung und Trost spende, heißt es. Schulz sieht in der heutigen Welt mit ihren schrecklichen Katastrophen Gründe genug, verstärkt tröstende Musik zur Aufführung zu bringen.