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Streit bei Zweibrücker Linken spitzt sich zu
Nunold sichert sich Fraktionskasse

Zweibrücken. Linken-Fraktionschef Matthias Nunold habe kurz nach seiner Nicht-Aufstellung für die nächste Stadtratswahl 3250 Euro aus der Fraktionskasse bar abgehoben, ohne seinen ebenfalls verfügungsberechtigten Fraktionskollegen Gerhard Burkei zu informieren. Von Lutz Fröhlich

Das kritisierten Burkei und der Zweibrücker Parteichef Thorsten Spelten und Burkei gestern Abend gegenüber dem Merkur. Nunold habe nur 134 Euro dagelassen und trotz Ultimatum nichts zurückgezahlt. Spelten betonte, er unterstelle Nunold keine private Zweckentfremdung – aber moralisch und politisch sei völlig unakzeptabel, sich alles Geld für die Fraktionsarbeit zu sichern, zumal es sich um öffentliche Gelder (Budget von Stadt für Fraktionen) handele. Laut Burkei gab es mündliche Vereinbarungen, das Vier-Augen-Prinzip bei dem Konto einzuhalten und keine Barkassen zu führen. Spelten lässt den Vorgang juristisch prüfen. Spelten und Burkei sagten, Hauptamtsleiter Jörg Eschmann habe sie informiert, dass Nunold ihm die 3250 Euro zeigte und sich das quittieren ließ. Die Stadt wolle nicht intervenieren, weil Nunold als Fraktionschef Geld abheben dürfe. Nunold rief auf Merkur-Anfrage nicht zurück.