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Geheimnisverrat?
Die Linke prüft rechtliche Schritte gegen Gensch

Gensch vs. Linke – Streit eskaliert: Einen Tag, nachdem Christoph Gensch den Zweibrücker Linken vorgeworfen hat, zum Hort von Kriminellen zu werden, weil ein Vorstandsmitglied früher in Haft gesessen habe, lassen nun Die Linken einen Rechtsanwalt prüfen, ob Gensch mit seinen öffentlichen Aussagen und/oder seiner Informationsbeschaffung selbst zum Rechtsbrecher geworden ist.
Gensch vs. Linke – Streit eskaliert: Einen Tag, nachdem Christoph Gensch den Zweibrücker Linken vorgeworfen hat, zum Hort von Kriminellen zu werden, weil ein Vorstandsmitglied früher in Haft gesessen habe, lassen nun Die Linken einen Rechtsanwalt prüfen, ob Gensch mit seinen öffentlichen Aussagen und/oder seiner Informationsbeschaffung selbst zum Rechtsbrecher geworden ist. FOTO: dpa / Andreas Arnold
Zweibrücken. Nachdem der Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionschef im Zweibrücker Stadtrat, Christoph Gensch, der Zweibrücker Linken vorgeworfen hat, sie werde zu einem „Hort von Kriminellen und Sektierern“, prüft diese nun rechtliche Schritte.

Konkret gehe es um die Aussage Genschs, ein von ihm in einem „offenen Brief“ (an den stellvertretenden Zweibrücker Linken-Vorsitzenden Gerhard Burkei und die beiden Zeitungen) namentlich genanntes Mitglied des Linken-Vorstands habe „mehrere Dutzend Vorstrafen“ und in Haft gesessen. Die Linke lässt nun anwaltlich prüfen, ob die Beschaffung und/oder Weitergabe dieser Informationen datenschutzrechlich überhaupt zulässig war, sagte Kreisvorsitzender Thorsten Spelten dem Merkur. Die Linke vermute hinter Genschs offenem Brief „schlicht Populismus und Geltungsdrang“. Burkei hatte die von Gensch behauptete Vorstrafen-Zahl als zu hoch dementiert (wir berichteten).