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Kegelring Zweibrücken
„Die letzte große sportliche Veranstaltung“

Die geehrten langjährigen Mitglieder bei der Jubiläumsfeier im „Roten Ochsen“.
Die geehrten langjährigen Mitglieder bei der Jubiläumsfeier im „Roten Ochsen“. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. 60 Jahre Kegelring Zweibrücken – das wurde mit einem Festbankett und Ehrungen begangen. Dennoch war der Abend auch ein trauriger.

Zurzeit ist der Kegelring Zweibrücken ohne Vorsitzenden und wird von Nicolai Bastian bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Juni kommissarisch geleitet. „Dieses Turnier ist die letzte große sportliche Veranstaltung auf Zweibrücker Boden“, sagte Bastian in seiner Begrüßungsrede anlässlich des 60. Geburtstags des Kegelrings. Zuvor hatte ein interessantes und hochklassiges Turnier stattgefunden (wir berichteten). Der Grund für die traurigen Worte Bastians: Die Kegelbahnen im „Roten Ochsen“ stehen nicht mehr zur Verfügung. Da war zunächst guter Rat teuer. Die Möglichkeit, eine eigene neue Kegelbahnanlage zu bauen, wurde diskutiert, ist aber zurzeit nicht realisierbar. „Wir werden jetzt nach Pirmasens, beziehungsweise nach Dellfeld ausweichen, um den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten zu können“, erläterte der kommissarische Vorsitzende.

Jens Bernhard, Präsident der Deutschen Classic-Kegler Union, sagte: „Hier wurde und wird engagierte Arbeit vom Vorstand und den Mitgliedern geleistet. Als Vertreter des Dachverbandes bin ich zuversichtlich, dass eine gute, tragfähige und zukunftsorientierte Lösung gefunden wird“. Fritz Presl, früherer Landtagsabgeordneter, ergänzte: „Gemeinsam schaffen wir das, aber wir brauchen unbedingt mehr Jugend, wir dürfen nicht nachlassen, gemeinsam neue Möglichkeiten zu suchen.“ Darauf ein dreifaches „Gut Holz“. Dann ging es ans Büfett im Großen Saal des „Roten Ochsen“, der bis auf den letzten Platz besetzt war. Für aufmunternde Gemütlichkeit sorgten die unermüdlichen „New Swingers“.

Nicolai Bastian, selbst Kegler mit großen Erfolgen – 2011 wurde er zum Beispiel U23 Landesmeister – umriss kurz die 60 Jahre Vereinsgeschichte und ehrte anschließend langjährige Vereinsmitglieder. Zur Seite stand ihm Schriftführerin Katrin Host. Schon vor der Vereinsgründung gab es in Zweibrücken Kegelsport. Mit dem Kegelring jedoch wurden die Kräfte gebündelt und die Abläufe systematisiert. „Der Zweibrücker Kegelsport blickt auf viele Erfolge und eine lange Geschichte zurück. Mit Weltmeistern, deutschen Meistern und Nationalspielern hat sich der Ring in Deutschlands Kegelszene einen guten Namen gemacht. Auch die Jahre der Bundesliga-Zugehörigkeit der SG Zweibrücken, zuletzt unter der Spielgemeinschaft SG/KSG Zweibrücken bei den Herren, waren eine gute Werbung für die Region“.



Dieter Noppenberger, Präsident des Sportbund Pfalz, sagte: „Dem Kegelring Zweibrücken gehören vier Vereine mit insgesamt 88 Mitgliedern an. Nicht nur der sportliche Wettkampf steht im Vordergrund, sondern auch der Zusammenhalt untereinander mit breitensportlichen Aktivitäten und Veranstaltungen. Der Kegelring als einer von über 2000 pfälzischen Sportvereinen tut der Pfalz gut.“

Lange noch saßen die Anwesenden an diesem Abend beisammen – wenn auch ein wenig wehmütig.