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Kabarett
Kaktusblüte überzeugt nicht

 Uwe Hänchen, Friedemann Heinrich und  Monika Breschke von „Die Kaktusblüte“.
Uwe Hänchen, Friedemann Heinrich und  Monika Breschke von „Die Kaktusblüte“. FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. Der satirische Rückblick des Dresdner Kabarett-Ensembles auf das Jahr 2018 geriet oft etwas zu platt. Von Nadine Lang

(nlg) Seit Ende November heißt es in Zweibrücken „KiWi – Kleinkunst im Wintergarten“. Jetzt war das Ensemble „Die Kaktusblüte“ aus Dresden zu Gast. Mit „Bart ab“ stand für das Kabarett ein Rückblick auf das vergangene Jahr auf dem Programm, bei dem laut Beschreibung wie immer Wunsch und Wirklichkeit getrennte Wege gegangen sind. Während Ensemble-Mitglied Janka Scheudeck überwiegend am Klavier die einzelnen Szenen einleitete, gaben Friedemann Heinrich, Uwe Hänchen und Monika Breschke ihre Sicht auf Weihnachten, den Jahreswechsel und andere Themen zum Besten.

Mit Satire ist das ja so eine Sache. Übertreibungen machen genau den Witz aus, der sollte aber besser nicht all zu flach sein. Wer ziemlich flache und vorhersehbare Witze dennoch gut findet, der war bei „Bart ab“ genau richtig. So erklärte beispielsweise Monika Breschke, die wichtigsten Menschen seien für sie im Jahr 2018 die Beamten gewesen, denn die seien die Träger der Nation – einer träger als der andere, während Friedemann Heinrich in einer anderen Szene erklärte, er heiße Schneider aber sei Tischler.

Eine Restaurantszene sorgte für einige Lacher im Publikum, zeigte sie doch anhand der Bestellungsaufnahme zwischen Kellner und Gast, wie viel den heutigen Gastronomen abverlangt wird. So durfte der Gast entscheiden – etwa zwischen Kalbsschnitzel in der Variante getauft, von der Öko-Bäuerin oder dem Öko-Bauern, hetero oder lesbisch, Raucher oder Nichtraucher – der Bauer, nicht das Rind.



Die nächste Kleinkunstveranstaltung im Wintergarten der Festhalle findet übrigens am Freitag, 18. Januar, um 20 Uhr statt. Dann gibt es Stand Up Comedy mit Kevin Ray und seinem Programm „Kevin allein auf Tour.“