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Messgerät aufgestellt - Am Donnerstag zudem drei Messfahrten
Heiße Phase der Klimastudie beginnt

 Dieses Messgerät auf dem Herzogplatz hat der Deutsche Wetterdienst aus Offenbach am Mittwoch im Auftrag der Stadt aufgestellt.
Dieses Messgerät auf dem Herzogplatz hat der Deutsche Wetterdienst aus Offenbach am Mittwoch im Auftrag der Stadt aufgestellt. FOTO: Rainer Ulm
Zweibrücken. Wetterforscher stellen Station auf. Heute drei Messfahrten durch Stadt. Von Mathias Schneck

Was ist denn das? Diese Frage stelle sich am Mittwoch so mancher Passant, der am Herzogplatz an einer umzäunten Apparatur stehenblieb. Hat die Stadt hier eine neue Fotovoltaik-Anlage aufgestellt? Falsch. Auch wenn das „Ding“ auf dem Herzogplatz so anmutet – es handelt sich um ein Wetter-Messgerät. Aufgestellt hat es der DWD (Deutscher Wetterdienst) aus Offenbach.

Das Messgerät gehört zu dem Projekt „Klimawandel Anpassungs-Coach RLP“ der Stiftung für Ökologie und Demokratie. Die Stadt Zweibrücken beteiligt sich an diesem Projekt (wir berichteten am 14. August) – und das Aufstellen des Messgeräts am Dienstag macht deutlich, dass es jetzt in die „heiße Phase“ geht.

Heinz Braun, Sprecher der Stadt Zweibrücken, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass der DWD das Messgerät auf dem Herzogplatz postiert hat. „Die Anlage wird dort drei Tage stehen, die Messergebnisse fließen in das Projekt ,Klimawandel Anpassungs-Coach RLP’ ein“, sagte Braun.



Der Deutsche Wetterdienst habe mit dem Aufstellen gewartet, bis eine „stabile Wetterlage“ für die Rosenstadt abzusehen ist und kein Wechselwetter, das die Messergebnisse verzerren könnte, so der Stadtsprecher. Diese liege nun vor. Bis Freitag bleibt das Messgerät stehen. Korrespondierend dazu werde der DWD drei Messfahrten durchführen. Sie seien für diesen Donnerstag geplant. „Dabei werden diverse Daten erfasst, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mehr“, so Braun.

„Die Route für die Messfahrten wurde vorher mit Ordnungsamt und Bauamt abgestimmt“, erklärte der Stadtsprecher.

Die Messfahrten werden am Donnerstag zu drei unterschiedlichen Zeiten durchgeführt (vor Sonnenaufgang, in der Mittagshitze und nach Sonnenuntergang) und verlaufen, grob skizziert, wie folgt: Homburger Straße, Siedlung Hasensteig, Kreuzberg, Bereich, in dem Hornbach und Schwarzbach zusammenfließen, Areal Möbel Martin und Baumarkt, Gottlieb-Daimler-Straße, Niederauerbach, Fasanerie, Richtung Innenstadt.

Die hinter dem Klimawandel-Projekt stehende Stiftung für Ökologie und Demokratie hat im Vorfeld erklärt, dass die Studie den teilnehmenden Kommunen in Rheinland-Pfalz (neben Zweibrücken sind es 13 weitere Kommunen) dabei helfen soll, sich dem Klimawandel besser anzupassen, diesen zu „coachen“ – daher der durchaus sperrige Projektname „Klimawandel Anpassungs-Coach RLP“.

Für die 14 teilnehmenden Kommunen ist die Studie kostenlos, hatte Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der Stiftung für Ökologie und Demokratie, betont. Sie brauchen für das Aufstellen des Messgerätes und die drei Messfahrten nichts zu zahlen.

Ritter hatte darauf hingewiesen, dass die Studie längerfristig angelegt ist. Der Beobachtungszeitraum beträgt drei Jahre. Erforderlich ist dies, weil intensiv Daten gesammelt werden müssen, aus denen zum einen Hintergründe über den Klimawandel in Rheinland-Pfalz abgelesen werden können und weil im darauffolgenden Schritt analysiert werden soll, inwiefern die Kommunen darauf reagieren können.

Das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz bietet weitere Informationen zu dem Projekt, den daran teilnehmenden Kommunen und dem aktuellen Stand auf der folgenden Internetseite: www.kwis-rlp.de/de/anpassungsportal/fuer-staedte-und-kommunen