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Hallenbad-Bilanz
Der Negativ-Trend ist gestoppt

 Sie haben jetzt das Kommando im Badeparadies: die neue Betriebsleiterin Johanna Pedziwiatr und ihre Stellvertreterin Nikol Zenko.
Sie haben jetzt das Kommando im Badeparadies: die neue Betriebsleiterin Johanna Pedziwiatr und ihre Stellvertreterin Nikol Zenko. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Das Zweibrücker Badeparadies begrüßte im vergangenen Jahr – erstmals nach fünf Jahren – wieder mehr Besucher als im Jahr davor. Die Konkurrenzsituation bleibt aber unverändert schwierig. Von Fritz Schäfer

228 081 Besucher begrüßten die Betreiber des Zweibrücker Badeparadieses im vergangenen Jahr. Das sind über 2000 mehr als im Jahr 2018. „Das ist zwar nicht viel. Aber der Negativtrend der vergangenen Jahre ist erstmal gestoppt“, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Brennemann auf Nachfrage des Merkur. „Der Markt im Hallenbadbereich hat sich konsolidiert“, begründet Brennemann das Ergebnis.

Im 25 Kilometer-Umkreis gebe es in Homburg, Pirmasens, Blieskastel, Ramstein, Neunkirchen oder St. Ingbert sechs Hallenbäder. „Der Kuchen ist in den letzten Jahren nicht größer geworden. Die Zahl der Mitbewerber aber schon“, erklärt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Die beiden großen Bäder in Saarbrücken und Kaiserslautern zählt er nicht auf. „Das ist eine andere Liga.“ Von 265 000 Besuchern im Jahr 2014 ist die Zahl der Bade- und Saunagäste auf 226 000 im Jahr 2018 gesunken.

Mit Qualität, Sauberkeit und Service sollen die Besucher des Badeparadieses gehalten werden. Dazu wird auch in diesem Jahr wieder Geld investiert, Wie die neue Betriebsleiterin Johanna Pedziwiatr erläutert, erhält das Dampfbad eine neue Decke, die Deckenbeleuchtung der Schwimmhalle wird auf LED-Technik umgestellt und die Abwasserleitung im Sanitärbereich wird „komplett“ erneuert.



„Die Arbeiten werden in der vierwöchigen Betriebspause im Juli durchgeführt“, sagt Brennemann. In diesem Jahr ist die Pause im Juli (wir berichteten). Zuletzt war sie im September. „Im Sommer können die Schwimmfreunde im Freibad ihrem Vergnügen nachgehen. „Dann können wir nur hoffen, dass es kein verregneter Sommer wird.“ Mit etwas kühleren Temperaturen könnten die Schwimmer in diesem Jahr schon gut leben. Denn nach dem Übergang des Freibads zu den Stadtwerken wird es beheizt. „Die Leitungen werden vom BHKW zum Freibad verlegt und zu Beginn der Badesaison geht alles in Betrieb.“

„Schwimmen ist scheinbar nicht mehr in. Das ist leider so“, bedauert die neue Betriebsleiterin. „Die Influencer im Internet werben mehr für den Besuch von Sportsudios und nichts fürs Schwimmen“, sagt Pedziwiatr. Die Stadtwerke versuchen, auch da entgegenzuwirken. Deshalb unterstützt der Energieversorger auch die vom Stadtverband für Sport initiierte Aktion „Zweibrücken lernt schwimmen“. Am 24. April ist dazu ein 24-Stunden-Schwimmen im Badeparadies geplant.

Von dem leichten Zuwachs bei den Besucherzahlen profitieren sowohl die Schwimmhalle als auch der Saunabereich. Prozentual der Saunabereich sogar etwas mehr. Dabei ist in diesem Bereich die Konkurrenz durch Sportstudios mit Saunas sogar noch größer. Brennemann: „Das Pirmasenser Hallenbad Plub hat den Saunabereich geschlossen.“