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Wetterrückblick
Der Januar war mild, aber auch sehr verregnet

Zweibrücken. Im vergangenen Monat kam die Sonne mal wieder viel zu kurz zum Vorschein, der Februar bringt Schnee und Kälte und zu Fasching auch mal Sonne. Von Michael Agne

Die meiste Zeit während des Januars blieb der Himmel von dichten Wolken überzogen, aus denen es immer wieder teils kräftig regnete oder nieselte. Bäche und kleinere Flüsse konnten mehrmals anschwellen und vor allem in der ersten Woche des neuen Jahres auch deutlich über die Ufer treten. Teilweise brausten starke bis stürmische Windböen über die Westpfalz hinweg. Dazu bewegten sich die Tageshöchsttemperaturen in der Regel zwischen fünf und zehn Grad. Leichte Fröste blieben auf wenige Nächte beschränkt. Ein kleines winterliches Intermezzo mit Schnee und Schneeregen gab es am dritten Wochenende des Monats. Die Mengen reichten allerdings nicht mal zum Rodeln.

Regionale Wetterdaten: Das Mittel der Lufttemperatur lag im ersten Monat des Jahres 2018 mit 4,6 Grad Celsius um 3,4 Grad über dem Mittelwert. Damit war dies nach 2007 (damals 4,9 Grad) der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es 31. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 13 verbucht werden. „Frosttage“ (Tiefsttemperatur unter 0,0 Grad) gab es lediglich vier. „Eistage“ (Höchsttemperatur unter 0,0 Grad) blieben Fehlanzeige. „Bodenfrosttage“ (Tiefsttemperatur in fünf Zentimeter über dem Erdboden unter 0,0 Grad) zählte man sieben. Der tiefste Wert mit frostigen -2,7 Grad resultierte am 15. Der höchste Wert dieses Monats wurde am vierten mit sehr milden 11,1 Grad verzeichnet. Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am dritten mit 991 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am 28. mit 1034 Hektopascal gemessen. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 155,5 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 203,8 Prozent des langjährigen Monatsmittels. Damit fiel etwas mehr als das Doppelte des monatsüblichen Niederschlags. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 146,8 Liter pro Quadratmeter. In Landstuhl waren es 173 Liter pro Quadratmeter. In Trippstadt waren es 163,5 Liter pro Quadratmeter. In Morlautern waren es 120,1 Liter pro Quadratmeter. In Zweibrücken waren es 170,2 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es 155,1 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf 26 Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 24,5 Litern pro Quadratmeter am 4. Januar. An sechs Tagen fiel Schnee, Schneeregen oder Graupel. An drei Tagen konnte sich eine Schneedecke bilden, diese erreichte mit drei Zentimeter ihre größte Höhe. An ebenfalls drei Tagen wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind gab es neun. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) blieben Fehlanzeige. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) zählte man beachtliche 29. Die restlichen beiden Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 92,7 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (mehr als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte deswegen auch nur klägliche 18 Stunden, so wenig wie noch nie für einen Januar seit Aufzeichnungsbeginn. Das entspricht gerade mal 31,7 Prozent des langjährigen Mittels.

Im Januar hatte Schnee Seltenheitswert, in den letzten Tagen sind die Temperaturen aber gesunken und der Winter ist zurückgekehrt.
Im Januar hatte Schnee Seltenheitswert, in den letzten Tagen sind die Temperaturen aber gesunken und der Winter ist zurückgekehrt. FOTO: Rolf Vennenbernd / dpa