| 21:52 Uhr

Hospizseminar
Den Umgang mit Trauer und Tod lernen

Das Thema Tod ist oft mit großer Unsicherheit verbunden.
Das Thema Tod ist oft mit großer Unsicherheit verbunden. FOTO: Norbert Försterling / picture alliance / dpa
Zweibrücken. Viele Menschen scheuen sich davor, sich mit dem Sterben und dem Tod zu beschäftigen, alleine schon, weil die Themen mit großer Unsicherheit behaftet und natürlich mit Verlust und Trauer verbunden ist. Dennoch gibt es leider manchmal Situationen im Leben, in denen man nicht um das Thema herumkommt und dann gibt es sogar Menschen, die andere in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Von Nadine Bröcker

Viele Menschen scheuen sich davor, sich mit dem Sterben und dem Tod zu beschäftigen, alleine schon, weil die Themen mit großer Unsicherheit behaftet und natürlich mit Verlust und Trauer verbunden ist. Dennoch gibt es leider manchmal Situationen im Leben, in denen man nicht um das Thema herumkommt und dann gibt es sogar Menschen, die andere in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

Der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Südwestpfalz bietet genau solch eine Anlaufstelle für Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt sowie für deren Freunde und Familienangehörige. Darüber hinaus bereitet der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst aber auch Menschen auf eine ehrenamtliche Tätigkeit  in genau diesem Bereich vor. So fand am Freitagabend in den Räumlichkeiten in der Poststraße das Grundseminar Hospiz statt. 14 Teilnehmer nutzen dabei die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Leben, Abschied, Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen.

Das Seminar diente auch der Reflexion eigener Einstellungen und Erfahrungen mit dem Thema und sollte dabei helfen, Perspektiven für das eigene Handeln zu entwickeln. Die Teilnahme an diesem Grundkurs war zum einen für eine mögliche ehrenamtliche Tätigkeit gedacht,  war aber auch für diejenigen möglich, die sich aus eigenen Motiven mit dem Thema auseinandersetzen wollten. In gemütlicher Sitzkreisrunde und in einer geschützten Atmosphäre durften sich die Teilnehmer austauschen und konnten zugleich Informationen über Ziele und Wege der Hospizbegleitung sowie Chancen und Grenzen der Sterbebegleitung mitnehmen. Drei Tage lang dauerte das Seminar, das von Anita Stuppy (Koordinatorin und Leiterin des AHPB Südwestpfalz und Supervisorin), Maraile Sander (Supervisorin) und Silke Siepen (Trauerbegleiterin) geleitet wurde. Dabei ging es aber nicht nur traurig zu. „Es darf auch miteinander gelacht werden“, erklärt Stuppy.



Die Teilnahme verpflichtete nicht automatisch zu einer späteren ehrenamtlichen Tätigkeit, war aber die Voraussetzung zur Zulassung für ein späteres Aufbauseminar.

Sitzkreis mit Dekoration beim Grundseminar.
Sitzkreis mit Dekoration beim Grundseminar. FOTO: Nadine Bröcker