| 21:12 Uhr

Kunst-Ausstellung
„Den Gedanken freien Lauf lassen“

Hengameh Rasti vor einem ihrer Werke.
Hengameh Rasti vor einem ihrer Werke. FOTO: Andy Enderlin
Zweibrücken. Von Andy Enderlin

„Sie werden heute Abend sehen, dass Bilder auch ohne Worte sprechen können. Jeder Betrachter empfängt eine andere Botschaft“, eröffnete Jürgen Gundacker die Ausstellung „Ohne Worte“ von Hengameh Rasti. Der Bürgermeister hatte am Donnerstagabend, zusammen mit dem Kunstverein Zweibrücken, in das Foyer der Verbandsgemeinde eingeladen.

„Sie hat etwas geschaffen, was nicht eingeschränkt auf einen Kulturkreis, sondern für jeden zugänglich ist“, fügte Jürgen Ecker, Vorsitzender des Kunstvereins Zweibrücken, in seiner Rede hinzu.

Warum die Ausstellung gerade den Namen „Ohne Worte“ trägt? „Ein gutes Bild sollte sich ohne Worte durchsetzen können. Der Betrachter soll sich nicht von einem Namen beeinflussen lassen, sondern seinen Gedanken freien Lauf lassen. Das ist mein Ziel“, so Rasti.



Dass die Künstlerin mit ihren Werken genau diese Wirkung erzielt, können Karin und Matthias Best bezeugen. Das Ehepaar aus Homburg war unter den rund 30 Besuchern. Sie kennen Hengameh Rasti schon seit 25 Jahren und besuchten fast alle ihre Ausstellungen. „Wir stehen jedes Mal wieder vor ihren Werken und sind beeindruckt, wie viel man mit seiner eigenen Vorstellungskraft interpretieren kann“, so Karin Best.

Schon in Kindheitstagen von der Kunst fasziniert, war es nur eine Frage der Zeit, bis Rasti mit der Kunst begann. „Mich hat die Kunst schon immer begleitet, seit etwa fünf Jahren arbeite ich professionell als Künstlerin.“ Das Augenmerk der jetzigen Ausstellung liegt auf Holzschnitten und der Acrylmalerei. „Mit diesen Formen habe ich die besten Erfahrungen gemacht mich persönlich auszudrücken“, erzählte die Künstlerin.

Einige der ausgestellten Exponate entstehen an einem Tag, andere wiederum brauchen bis zu einer Woche. Dabei mischt Hengameh Rasti ihre Farben selbst, verdünnt und trägt sie schließlich auf. Inspiriert wird sie oft durch die Natur, aber meistens entstehen die Werke aus dem Augenblick. „Die Farbe ist das A und O und reicht meistens als Inspiration.“

Die 1959 im Iran geborene Rasti kam 1985 nach Deutschland. 2013 begann sie mit dem Studium der Bildenden Kunst an der Europäischen Kunstakademie in Trier, welches sie 2016 mit dem Diplom abschloss.

Die Ausstellung ist bis zum 30. April im Foyer der Verbandsgemeinde Zweibrücken zu sehen.