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Dekan Peter Butz möchte Alexanderskirche häufiger öffnen

Zweibrücken. Mit seinem Vorschlag, die Alexanderskirche öfter zu öffnen, hat CDU-Stadtrat Jürgen Kroh bei Dekan Peter Butz offene Türen eingerannt. "Die Kirche soll so oft offen bleiben, wie es geht", begrüßte Butz den Vorstoß Krohs in der jüngsten Stadtratssitzung Von Merkur-Redakteur Manuel Görtz

Zweibrücken. Mit seinem Vorschlag, die Alexanderskirche öfter zu öffnen, hat CDU-Stadtrat Jürgen Kroh bei Dekan Peter Butz offene Türen eingerannt. "Die Kirche soll so oft offen bleiben, wie es geht", begrüßte Butz den Vorstoß Krohs in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort hatte Oberbürgermeister Helmut Reichling dem CDU-Mann zugesagt, Kontakt mit der protestantischen Kirchengemeinde Zweibrücken-Mitte aufzunehmen. Allerdings könne die Stadt kein Personal für Kirchenhüterdienste abstellen. Möglicherweise sei dies aber über die Job-Börse machbar. Kroh findet es schade, dass ein Baudenkmal wie die Alexanderskirche außerhalb der Gottesdienstzeiten nur an zwei Tagen pro Woche für Besucher geöffnet ist. Die Ende des 15. Jahrhunderts erbaute Alexanderskirche gilt als die bedeutendste spätgotische Kirche der Pfalz und ist die Grabeskirche der Zweibrücker Wittelsbacher - einer Adelsfamilie, die sogar den bayrischen Königsthron bestieg und deren Nachfahren heute noch den Titel Prinz beziehungsweise Prinzessin von Bayern im Namen tragen. Deshalb müsse diese Kirche auch "zum offenen Denkmal der Stadt" werden, findet Kroh. Das sieht auch Dekan Peter Butz so. Allerdings habe er nicht genügend Kirchenhüter. Und ohne Aufsicht könne er das Gotteshaus leider nicht öffnen. Deshalb schlägt er vor, sich gemeinsam mit der Stadt auf die Suche nach Freiwilligen zu machen, die ein solches Amt übernehmen wollen. Von Vorteil wäre es dabei, wenn die neuen Kirchenhüter wie die jetzigen Kenntnisse über die Geschichte von Kirche und Stadt hätten oder zumindest historisch interessiert sind. gö



 Die spätgotische Zweibrücker Alexanderskirche. Fotos: pm
Die spätgotische Zweibrücker Alexanderskirche. Fotos: pm