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Minigolf in Zweibrücken
FWG-Ratsmitglied gegen Zadra als Minigolf-Betreiber

 Der Miningolfplatz wirkt trist.
Der Miningolfplatz wirkt trist. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Minigolfplatz, Bootsverleih und Funcars sollten wie früher aus einer Hand betrieben werden – von jemand, „der voll hinter der Anlage steht“, fordert Patrick Lang.

Das neue FWG-Stadtratsmitglied Patrick Lang ist skeptisch über die Gewobau-Pläne, 20- bis 30 000 Euro in die Verschönerung der Minigolf-Anlage an der Zweibrücker Schließ zu investieren (wir berichteten). Das wirke zwar „wie ein Etappensieg zum Erhalt des Minigolfplatzes.“ Aber: „Ich bin gegen jegliche Investitionen in die Anlage, wenn man nicht zusätzlich das Betreiberkonzept ändert“, schreibt Lang in einer Stellungnahme an den Merkur.

„So wie die Anlage derzeit geführt wird, wäre es verschwendetes Geld, denn schließlich ist das jetzige Betreiberkonzept für den Niedergang und die schlechten Zahlen verantwortlich. Aus meiner Sicht muss die Freizeitanlage komplett losgelöst vom jetzigen Wirtshaus und Biergarten betrieben werden“, äußert sich Lang skeptisch darüber, dass der jetzige Pächter, die Zadra-Gruppe, den Minigolfplatz wieder zum Erfolg führen wird.

Lang hatte mit seiner Frau den Minigolfplatz bis Ende 2013 betrieben. Während früher „an Sonntagen über 200 Minigolfspieler auf der Anlage gezählt wurden“, ständig Ansprechpartner vor Ort gewesen und die Bahnen gepflegt gewesen seien, sie der Minigolfplatz in den letzten Jahren „zusehends links liegen gelassen“ und „wie ein lästiges Anhängsel an den Biergarten und das Wirtshaus behandelt worden“. Lang schließt daraus: „Dass die Leute nicht mehr kommen, ist ausschließlich selbst verschuldet.“



Ihm liege es fern, alles schlechtzureden, betont der FWG-Politiker. Helfen könne seiner Ansicht nach, Minigolfplatz und Bootsverleih (und am besten auch wieder Gokarts/Teambike) wieder wie früher aus einer Hand betreiben zu lassen, losgelöst vom Wirtshaus und Biergarten. Die Ankündigung von Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD), den Bootsverleih wiederzubeleben, begrüßt Lang daher sehr. Allerdings müssten dafür wohl neue Boote beschafft werden – aufgrund massiven Verschleißes seien die beiden vorhandenen Kunststoffboote nicht mehr für den Verleih geeignet, so Lang.

(lf)