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Der Song meines Lebens
„Das war so eine elektrisch-gespacete Gitarre“

 Der Zweibrücker Kulturamtsleiter Thilo Huble.
Der Zweibrücker Kulturamtsleiter Thilo Huble. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Manchmal ist ein Lied mehr als nur ein Lied. Man hört es, und es lässt einen nicht wieder los. Weil es uns musikalisch einen neuen Horizont eröffnet, eine bestimmte Saite in uns zum Schwingen bringt oder weil wir es mit unvergesslichen Erlebnissen verbinden. Über solche Songs erzählen prominente und weniger prominente Bürger in unserer neuen Serie. Heute: der Zweibrücker Kulturamtsleiter Thilo Huble.

(sedi) Kulturamtschef Thilo Huble, selbst als Gitarrist aktiv in der Cover-Band Changes, schickt einen erst mal auf die falsche Fährte, als er auf den Song seines Lebens angesprochen wird. „Ich bin ja mit Deep Purple groß geworden in meiner frühen Jugend, als ich angefangen habe Gitarre zu spielen.“

Aha, alles klar, bestimmt wird er als Nächstes erzählen, dass er stundenlang das berühmte Riff von ‚Smoke on the Water‘ geübt hat. Doch weit gefehlt: „Damals gab es die LP ‚Burn‘. Darauf war eine sehr Strom-klingende E-Gitarre von Ritchie Blackmore.“ Strom-klingend? „Das war so eine elektrisch-gespacete Gitarre, die hat mich fasziniert.“ Also ein Klang mit vielen Mitten, meint Huble, und nicht so perfekt metallisch klingend wie die Gitarrensounds aus heutigen Produktionen. „Der Titelsong ‚Burn‘ war der erste prägende Song, den ich versucht habe nachzuspielen.“

Das überrascht, zählt ‚Burn‘ doch nicht unbedingt zu den klassischen Deep Purple-Alben, auch weil es 1973 in der so genannten Mark III-Besetzung aufgenommen wurde. Mark II, das war die Phase mit Ian Gillan und Roger Glover (beide spielen heute wieder in der Band), die von den meisten Deep Purple-Fans als „die“ Besetzung angesehen wird. Auf „Burn“ aber sind David Coverdale (Gesang) und Glenn Hughes (Bass und Gesang) zu hören. Das sechsminütige Titelstück lebt von seinem markanten Gitarrenriff, der etwas komplizierter ist als jener von Smoke on the Water: „Ich hab’s probiert das zu spielen. Wie es geklungen hat, weiß ich nicht mehr“, meint Huble lachend. „Aber ich kann’s heute noch.“



Die ganze LP habe ihn durch die Lebendigkeit sehr beeindruckt. „Die Deep Purple-Formation mit David Coverdale und Glenn Hughes war für mich prägend. Ich bin erst später zu Gillan und Glover gekommen. Dann habe ich auch so das ganze Zeug aus dem Deep Purple-Umfeld gehört, Rainbow und Whitesnake.“

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