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Die App zur Party
Das Stadtfest wird digital

 Johnny Logan ist der Stargast des Zweibrücker Stadtfestes 2019.
Johnny Logan ist der Stargast des Zweibrücker Stadtfestes 2019. FOTO: Veranstalter
Zweibrücken. Erstmals gibt es das Programm, Bilder und Serviceinformationen in einer eigenen App. Von Fritz Schäfer

„Werben auch Sie für das Zweibrücker Stadtfest, damit es ein Erfolg wird. Dann findet das Fest auch noch öfter statt“, warb das Werbestudio Dieter Bischoff auf dem Faltblatt des ersten Stadtfestes im Jahr 1980. Scheinbar haben viele Zweibrücker die Botschaft vernommen und auf die eine oder andere Art weitergetragen. Von Freitag, 26., bis Sonntag, 30. Juli, findet das größte Volksfest in der Umgebung zum 40. Mal statt.

„Das Jubiläum hat uns bewogen, an der einen oder anderen Stelle was zu ändern“, sagte der Leiter des Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamts, Thilo Huble, bei der Vorstellung des Programms. Am inhaltlichen Konzept gebe es keine wesentliche Änderung, erklärte Huble, der seit den frühen 1990 Jahren das Fest organisiert. „Das Fest entwickelt sich stetig weiter.“ Änderungen seien dabei auch dem Lauf der Zeit geschuldet. So wurde in den 2000er Jahren zunächst aus Sicherheitsaspekten der Rundlauf mit Einbeziehung der Gutenbergstraße gestartet. „Das hat sich inzwischen als Bereicherung herausgestellt.“

Zum Jubiläum habe man das Erscheidungsbild der Plakate und das Logo für das Faltblatt erneuert. Aber ganz wesentlich: „Das Stadtfest wird digital.“ Dafür hat der Student der Wirtschaftsinformatik an der Zweibrücker Hochschule, Jeremias Krebs, der seine Masterarbeit schreibt, eine „WebApp“ entwickelt. „Die Entwicklungskosten sind günstiger als eine übliche Native App“, erklärte Huble. Ab dem 15. Juli soll die App verfügbar sein unter https://stadtfest- zweibruecken.de.



Die WebApp funktioniert auf allen Endgeräten, auch auf PC oder Laptop, fügte Krebs hinzu. Wobei der Fokus auf den mobilen Geräten liege. Die Informationen sollen übersichtlich und schnell verfügbar sein, nannte der Master-Student eine Vorgabe. Auf der App wird das komplette Programm dargestellt. Dabei kann der Benutzer auch mit Filter die Bühne oder Tage gezielt aufrufen. Den Bühnenpartner werde die Möglichkeit geboten, ihr Programm zu präsentieren.

Die App informiert auch alles, was der Stadtfestbesucher sonst wissen möchte. Das reicht vom Anfahrtsweg über die Parkplätze, den Busfahrplan, die Öffnungszeiten, die Stadtfestleitung, die Sanitäreinrichtungen bis zum Fundbüro. Auf der App gibt es auch eine Bildergalerie mit Fotos aus den 1980er, 1990er, 2000er und 2010er Jahren. „Es werden auch aktuelle Bilder eingepflegt“, kündigte Krebs an.

„Das Programm gibt es selbstverständlich weiter auf Papier“, beruhigte Huble die Personen, die das Analoge dem Digitalen vorziehen. Das Faltblatt wird Mitte/Ende der kommenden Woche in der Stadt ausgelegt. Beim Programm nannte der Organisator den Auftritt von Johnny Logan am Sonntagabend auf der Bühne Alexanderplatz (wir berichteten) als einen Höhepunkt.

Die Formation Night Fever am Freitagabend, ebenfalls auf dem Alexanderplatz, sei „eine der besten Bee Gees-Coverbands“, sagte Huble. Dafür hätten die Stadt und der Partner SWR 1 „etwas tiefer in die Tasche“ gegriffen. Die beiden Auftritte wiesen auch den Weg in das Jahr des ersten Stadtfestes. Logan hatte in diesem Jahr den Eurovision Song Contest gewonnen und die Disco Music war die bestimmende Stilrichtung. Auch aus lokaler Sicht gebe es „Reminiszenzen“ an das Anfangsjahr. So tritt Michael Wack, der 1980 einen Auftritt hatte, auch in diesem Jahr wieder auf. Die damalige Zweibrücker Kult-Rockband Lucy Gang sollte ebenfalls einen kurzen Auftritt haben. Trotz der Bemühungen der Zweibrücker Musiker Otto Nunold und Wolfgang Benki habe sich das „nicht realisieren“ lassen, bedauerte Huble.

Auch Reinhold Neumann wird mit seinem Grill wie zu Beginn des Stadtfest wieder vertreten sein. Der Amtsleiter bedauerte, dass es die Stadtfestkegelbahn nicht geben wird. „Die war schon was Besonderes.“ Doch die Kegler hätten zu wenig Helfer. Am Sicherheitskonzept der letzten Jahre mit den Absperrungen auf den Straßen zur Festmeile mit Fußgängerzone und Gutenbergstraße sowie den Plätzen mit den insgesamt neun Bühnen habe sich nichts geändert.