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City-Outlet-Betreiber zuversichtlich

 225 000 Menschen waren voriges Jahr im City-Outlet, das im September 2007 öffnete. Foto: pm
225 000 Menschen waren voriges Jahr im City-Outlet, das im September 2007 öffnete. Foto: pm
Zweibrücken. Gewobau-Geschäftsführer Werner Marx (Foto: pm) ist verärgert über die Berichterstattung über Shop-Schließungen im City-Outlet Zweibrücken und über den Ratschlag des Marketing-Experten Armin Gehl, der eine Schließung des City-Outlets und Neueröffnung als "Galerie am Schloss" empfohlen hatte Von Merkur-Redakteur Lutz Fröhlich

Zweibrücken. Gewobau-Geschäftsführer Werner Marx (Foto: pm) ist verärgert über die Berichterstattung über Shop-Schließungen im City-Outlet Zweibrücken und über den Ratschlag des Marketing-Experten Armin Gehl, der eine Schließung des City-Outlets und Neueröffnung als "Galerie am Schloss" empfohlen hatte. Unter dem dadurch vermittelten Negativ-Eindruck litten die übrigen Mieter im City-Outlet.Zwar stimme es, dass das Zigarren & Whisky- sowie das Küchengeräte-Geschäft gekündigt haben, so Marx auf Merkur-Anfrage. Von den Schließungsabsichten Bruno Bananis (der Betreiber will kündigen, sobald er eine andere Fläche angemietet hat), "weiß ich nur aus der Presse", wundert sich der City-Outlet-Betreiber. Auf jeden Fall gebe es keinen Grund zu Alarmismus: "Jedes Outlet lebt mit Wechseln." Für die beiden gekündigten Ladeneinheiten "gibt es auch schon Interessenten", verrät Marx. Und betont: "Es freut uns, dass einige unserer Mieter, die ein richtiges Konzept haben, richtig zufrieden sind." Wie die Spiel-Etage von Evelyne Cleemann. Wie läuft das City-Outlet generell? Marx: "Ich kommentiere das im Moment nicht, wir beteiligen uns nicht an Spekulationen. Wir arbeiten weiter, und wenn es Ergebnisse gibt, werden wir die bekanntgeben. Der Einzelhandel läuft fast überall schlecht - wir haben eine Wirtschaftskrise." Zu Gehl sagt Marx nur: "Ich lasse mir keine Berater öffentlich aufdrängen - so jedenfalls nicht! Wir arbeiten mit Gehl nicht mehr zusammen. Wir hatten eine Vereinbarung, dass er ein Honorar erhält, wenn er uns Mieter verschafft - es ist aber keiner gekommen." Gehl hatte auch deutlich mehr Werbung für das City-Outlet gefordert. Marx will sich zur Höhe des Marketing-Budgets nicht äußern: "Das ist Sache der Aktionsgemeinschaft der Mieter. Die zahlen nämlich hierfür etwas in eine Kasse, wir schießen nur etwas dazu." Auch ob wie von Gehl und einigen Stadträten gewünscht das City-Outlet-Konzept einer Überarbeitung bedarf, will Marx nicht kommentieren: "Eine Umbenennung war nie Thema im Aufsichtsrat." Ist es eher sinnvoll, den Outlet-Charakter zu stärken oder aufzugeben? Er diskutiere Konzeptfragen nicht öffentlich, antwortet Marx. "Selbstverständlich" sei aber: "Bei neuen Mietern achten wir darauf, dass den Kunden Preisvorteile zugute kommen."

Die Gewobau habe auf jeden Fall einen langen Atem, unterstreicht Marx. Denn die Ausgaben für das City-Outlet entsprächen nur drei Prozent der Wohnungsmieteinnahmen.

"Auf lange Sicht zuversichtlich" ist Marx auch, einen zugkräftigen Magneten für die ehemalige Passage Schreiner neben dem City Outlet zu finden. Dabei helfe das Zweibrücker Einzelhandelskonzept, das großflächigen Einzelhandel nur noch in der Innenstadt erlaubt. "Und da ist die Passage die einzige Fläche." Hier stehe auf jeden Fall im Vordergrund, mehr Kundenfrequenz in die Oberstadt zu bringen - der Mieter müsse kein Outlet-Geschäft betreiben. Gibt es schon konkrete Gespräche? Marx: "Wir arbeiten dran." "Es freut uns, dass einige unserer Mieter, die ein richtiges Konzept haben, richtig zufrieden sind."



Gewobau-Chef

Werner Marx

Auf einen Blick

Voriges Jahr haben insgesamt rund 225 000 Besucher das City-Outlet Zweibrücken besucht, teilt Center-Managerin Sabine Henner von der Gewobau auf Merkur-Anfrage mit. Im ersten Quartal 2009 hätten die elektronischen Zähler 51 500 Kunden registriert. Henner: "Das ist leicht unter dem Durchschnitt. Den geringfügigen Rückgang führen wir auf die Wirtschaftskrise zurück." lf