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Drei regionale Delegierte bei CDU-Bundesparteitag
Tragende Rolle für Christoph Gensch bei Merkel-Abschied

Sherpa für Julia Klöckner (2. von rechts): Für seine Landesvorsitzende trug Christoph Gensch (rechts) einen riesigen Präsentkorb mit Spezialitäten unter anderem aus Zweibrücken aufs Podium, wo Klöckner den Korb Angela Merkel (Mitte) zum Abschied nach 18 Jahren als CDU-Bundeschefin überreichte. Klöckner legte Gensch die Hand auf den Rücken, um auch ihn mit dem Gesicht zu den Kameras zu bewegen. Links im Bild CDU-Landesvize Günther Schartz.
Sherpa für Julia Klöckner (2. von rechts): Für seine Landesvorsitzende trug Christoph Gensch (rechts) einen riesigen Präsentkorb mit Spezialitäten unter anderem aus Zweibrücken aufs Podium, wo Klöckner den Korb Angela Merkel (Mitte) zum Abschied nach 18 Jahren als CDU-Bundeschefin überreichte. Klöckner legte Gensch die Hand auf den Rücken, um auch ihn mit dem Gesicht zu den Kameras zu bewegen. Links im Bild CDU-Landesvize Günther Schartz. FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Hamburg/Zweibrücken. Zweibrücker schleppt schweren Präsentkorb zu scheidender Bundesparteichefin. „Fantastisch“ fand Christina Rauch die Wahl von Kramp-Karrenbauer. Von Norbert Rech

So richtig zufrieden war nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Bundesvorsitzenden von den Delegierten aus Zweibrücken und der Südwestpfalz nur Christina Rauch. Die Zweibrücker Ratsfraktionschefin hatte schon vorher signalisiert, ihre Stimme der Saarländerin zu geben. Kein Wunder also, dass Rauch gestern auf ihrer Facebookseite ihre Glückwünsche mit dem Wort „fantastisch“ begleitete.

Die Wahlkreis-Bundestagsagsabgeordnete Anita Schäfer hatte sich zuvor auf Friedrich Merz festgelegt, der nur knapp im zweiten Wahlgang unterlag. „Herzlichen Glückwunsch an Annegret Kramp-Karrenbauer“, blickte Schäfer via Facebook aber nach vorn: Sie wünsche ihr „von Herzen alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen“. Schäfer dankte Merz und Jens Spahn: Sie hoffe, dass beide „weiterhin Verantwortung in der CDU übernehmen“. Schäfer weiter: „Der parteiinterne Wahlkampf zwischen den Dreien war ein Paradebeispiel für politische und menschliche Fairness im demokratischen Wettbewerb.“ Dies stärke das Ansehen der Union bei den Bürgern.

Als Generalsekretär der Landes- CDU hatte der Zweibrücker Ratsfraktionschef Christoph Gensch die Ehre, gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Julia Klöckner der scheidenden Bundesparteichefin Angela Merkel einen Präsentkorb („Wir sagen DANKE mit einem Geschenk, das die Vielfalt unserer Heimat Rheinland-Pfalz darstellt“, twitterte Gensch) zu überreichen. Dieser war so prall gefüllt, dass Gensch (der im Februar Merkels Rückzug von der Parteispitze gefordert hatte) als Hauptlastträger beim Gang aufs Podium sichtlich schwer schleppen musste. Mit im Korb war von Rauch und Schäfer ausgesuchte Zweibrücker Rosenmarmelade, verriet Gensch dem Merkur.



Eher unglücklich sah Gensch bei der Bekanntgabe der Wahl von Kramp-Karrenbauer aus. Die „sehr knappe Entscheidung zwischen zwei hervorragenden Kandidaten“ gegen seinen Favoriten Merz sei „natürlich bedauerlich, aber ich gratuliere Annegret Kramp-Karrenbauer ganz herzlich. Es liegt jetzt an ihr, die Partei zu führen und auch in Gänze mitzunehmen.“