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Buchkritik
Federleichte Unterhaltung in der Vorweihnachtszeit

Zweibrücken. Von Peter Fromann

Für jeden Dezembertag findet sich in dem Buch „Lichter im Advent“ eine Kurzgeschichte. Die Herausgeberinnen haben befreundete Autorinnen für einen „kalorienfreien Adventskalender“ gewinnen können. Lustige, besinnliche, skurrile, fantastische und viele Liebesgeschichten sind hier versammelt. Für Jung und Alt.

Es sind unterhaltende Geschichten, insgesamt 24 an der Zahl. Die erste Geschichte ist gleich mal recht lustig: Im Schutz der Dunkelheit hantiert Mann A mit Stromkabeln herum, immer wieder beobachtet er mit einem Fernglas das Nachbarhaus. Nächsten Abend trifft er den Nachbarn, spricht ihn auf dessen Weihnachtshausbeleuchtung an, feixt: „Ist wohl nichts geworden“ und so. Und knipst die Superbeleuchtung seines Hauses an. Der Nachbar sagt: „Dieses Jahr mache ich keine Beleuchtung, den gesparten Geldbetrag spende ich für soziale Zwecke“. Mann A gerät außer Fassung. Was hat er gesagt: „Kitschiger Schnickschnack?“ Blind vor Wut schwört er sich: „Nächstes Jahr spende ich sämtliche Kaninchen, die ich auftreiben kann, ans Kinderheim. Und ans Tierheim meinetwegen auch. Aber ich mache ihn fertig.“

In einer anderen Geschichte überfährt eine Frau den Weihnachtsmann, sofort eilen Kinder herbei und schreien: „Der Weihnachtsmann ist tot, es gibt dies Jahr keine Geschenke“. Und dann ist der Weihnachtsmann gar nicht tot und entpuppt sich auch noch als Geliebter der Autofahrerin. Also hanebüchen, aber lustig. Autorin Nadine Lang erhebt sich mit ihrer Geschichte über das allgemeine Niveau und gelangt ins Besinnliche.



Bleibt die Erkenntnis: Leichte Lektüre für Einsteiger ins Lesereich und für Gelangweilte; federleichte Unterhaltung mit viel Skurrilem. Auch für unglücklich oder glücklich Verliebte gibt’s Nahrung.

„Lichter im Advent“, Rhein-Mosel Verlag, flexibel gebunden, 228 Seiten, 12 Euro.