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Leserbrief
Brummen wie ein Zahnarztbohrer

Fluglärm red

 In Zweibrücken wohne ich jetzt seit fast 50 Jahren. Selbst zu Zeiten, als der Flugplatz noch voll in Betrieb war, hab ich solch eine Belästigung nicht erlebt. Von morgens vor 7 Uhr bis abends kurz vor 24 Uhr durchgehend ein Brummen wie vom Bohrer des Zahnarztes oder wie ein lästiger Tinnitus: total entnervend! Oder, wie wohl Herr Burkei formulierte: „unzumutbar“!

Kann aber nicht sein, denn es wurde uns zugemutet. Anscheinend geht das bei braven, geduldigen Bürgern in der letzten Ecke der BRD! Schließlich ist so ein abgelegener völlig intakter Flughafen ideal für sowas! Diese Provinzler – es sind ja „nur“ 35 000 – sollen froh sein, dass sie IRGENDWIE zu Geld kommen, denkt wohl die Betreibergesellschaft des Flugplatzes. Deshalb akzeptieren sie alles, schließlich „muss der Flugplatzbetreiber Einnahmen erzielen“, meint Herr Gauf, Vertreter des erkrankten Oberbürgermeisters. Dafür kann man die paar Leutchen ruhig foltern (denn das war es für mich), die sollen das aushalten!  Erlaubt ist das Ganze übrigens von morgens 8 Uhr bis abends 21.30 Uhr. Was machen eigentlich Leute, die krank sind und keine Möglichkeit haben, 
dem Generve zu entkommen? Ist gegenüber dem Geld, das die Triwo bekommt, natürlich egal! Sollen Tabletten schlucken! Diese Ignoranz beziehungsweise Arroganz macht mich wütend! Angekündigt war nichts, die Stadt war nicht informiert (muss sie wohl auch nicht sein). Warum ist es nicht wenigstens möglich, diese Belästigung anzukündigen, damit man – wenn es einem möglich ist –   die Flucht ergreifen kann?

Annelie Deller,  Zweibrücken