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Jubiläum
Blindengarten: Ohler für andere Schwerpunkte

 Der Blindengarten im Rosengarten feiert seinen 15. Geburtstag. Fotos: Hanne Stauch
Der Blindengarten im Rosengarten feiert seinen 15. Geburtstag. Fotos: Hanne Stauch FOTO: Hanne Stauch
Zweibrücken. (red) Auf Kritik gestoßen sind beim Zweibrücker Autor und SPD-Stadtrat Wolfgang Ohler die Pläne der Rosenfreunde, den Blindengarten im Rosengarten aus Anlass dessen 15. Geburtstages aufzupeppen. Geplant sind bisher vor allem neue Pflanzen (wir berichteten).

Viel drängender ist aus Ohlers Sicht, den vier von Gernot Waldner entworfenen Stelen mit kurzen Gedichten über die Rose in Normal- und Blindenschrift, die vor der Außenwand des Rosenmuseums stehen, endlich den ihnen gebührenden Platz zu geben. Diese Stelen – Autoren der Kurzlyrik sind Liselotte Scherer, Christine Waldner, Michael Dillinger und Ohler selbst – hätten eigentlich „Herzstück der Anlage“ sein sollen. Stattdessen „verkümmern die vier Stelen [...] noch immer wie entsorgt und unscheinbar in der Ecke“.

„Eigentlich ein Affront gegen Gernot Waldner und die vier Poeten“, findet Ohler. Wenn man nun wirklich an eine Neugestaltung des Blindengartens denke, „sollte zu allererst dieser Mangel behoben werden, bevor man irgendwelche Blümchen und Kräuter anpflanzt“. Er könne sich vorstellen, „dass die Stelen jede für sich eine Stelle in der Anlage erhalten“. Ebenfalls vorstellen könne er sich, dass der Rotary Club Homburg-Zweibrücken, dessen Mitglied er ist, dieses Projekt ebenso (mit-)finanzieren könne wie seinerzeit die ursprünglichen Stelen.