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BI Mörsbach enttäuscht über Urteil zu Deponie-Erweiterung

Zweibrücken. Die Bürgerinitiative (BI) Mörsbach bedauert die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz, das eine Klage des BUND gegen die Erweiterung der Deponie Rechenbachtal in Mörsbach abgewiesen hat (wir berichteten). red

Die Bedenken der BI seien durch das Urteil nicht prinzipiell beseitigt, erklärt der Vorsitzende Dennis Nizard. Das Gericht habe zwar die Erweiterung rechtlich für zulässig befunden. Dies bedeute jedoch nicht, dass es vernünftig sei, weiterhin Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle, zum Beispiel aus Italien, hier zu Preisen abzulagern, die deutlich niedriger seien als die, die die einheimische Bevölkerung bezahlen müsse, heißt es in einer Pressemitteilung. Für eventuelle Folgekosten habe gegebenenfalls die Stadt Zweibrücken einzustehen. Auch das gehe aus dem Urteil hervor. Deshalb werde die BI auch in Zukunft die Entwicklung der Gesamtdeponie, insbesondere auch in Richtung der Verarbeitung von Schlacken und Stäuben in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten, kritisch beobachten und analysieren.