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Landgestüt Zweibrücken
Bezirksverband will in den Stiftungsvorstand

Mit 80 000 Euro wird das Landgestüt vom Bezirksverband Pfalz jährlich unterstützt.
Mit 80 000 Euro wird das Landgestüt vom Bezirksverband Pfalz jährlich unterstützt. FOTO: dpa / Landgestüt
Zweibrücken. Der Stiftungsrat des Landgestüts hat keine Bedenken gegen die Änderungswünsche des Bezirksverbandes. Von Fritz Schäfer

Der Bezirksverband Pfalz unterstützt seit diesem Jahr das Zweibrücker Landgestüt jährlich mit 80 000 Euro. Dafür möchte der Bezirksverband aber auch in den Gremien – Stiftungsvorstand und Stiftungsrat – vertreten sein (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Stiftungsbeirats gab es keine Bedenken für eine entsprechende Änderung der Stiftungssatzung, informiert Stadtsprecher Heinz Braun.

Die Satzung sei vorbereitet. Bis Ende des Jahres soll sie umgesetzt werden. Danach wird der Bezirksverband einen Vertreter in den Stiftungsvorstand entsenden. Bisher gehören dem Stiftungsvorstand der Zweibrücker Oberbürgermeister als Vorsitzender, der Bürgermeister sowie der Beigeordnete an. Der bisher siebenköpfige Stiftungsrat mit Vertretern der Kommunalpolitik wird um drei Personen – die der Bezirksverband benennt – auf zehn erhöht.

In der Sitzung wurde noch einmal betont, dass der vom Bezirkstag im Dezember beschlossene Zuschuss ausschließlich für die Instandsetzung der denkmalgeschützten Gebäude verwendet werden darf. Den Betrieb muss die Landgestüt GmbH gewährleisten.



Nach der europaweiten Ausschreibung vor einem Jahr blieb der alte Pächter auch der neue. Nach Angaben Brauns setze der Geschäftsführer der Landgestüts GmbH, Alexander Kölsch, angekündigte „Konsolidierungsmaßnahmen“ wie Veranstaltungen um. Zudem stehe der Stiftungsvorstand in Kontakt mit der Landesregierung, um Geld aus Fördertöpfen zu bekommen. „Da wartet der Vorstand noch auf konkrete Antworten“, sagt Braun. Über eine Erbpacht möchte die Stiftung auch Geld einnehmen. Dazu soll ein Teil des ehemaligen Sportplatzes zwischen Landgestüt und Festhalle an die Stadt verpachtet werden, die darauf einen Kindergarten errichten möchte. Auch hier warte die Stadt und die Stiftung auf eine Entscheidung aus Mainz. Bei einem früheren Gespräch waren Einnahmen zwischen  10 000 und 15 000 Euro genannt worden. Dazu wollte Braun „in der jetzigen Situation“ nichts sagen.