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Serie Kitas in Zweibrücken
Betreuung mit Familienanschluss

In dem großen, naturnahen Außengelände können die Kinder sich prima austoben.
In dem großen, naturnahen Außengelände können die Kinder sich prima austoben. FOTO: cvw
Zweibrücken. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Kita Meisenstraße. Von Cordula von Waldow

Der evangelische Kindergarten in Ixheim in der Meisenstraße ist gemütlich und familiär. Hier kennt jede der fünf Erzieherinnen jedes der 50 Kinder und alle Eltern. Alle Kinder kennen einander ebenso, wie sich die Eltern kennen – quer durch alle Nationalitäten und sozialen Schichten. „Unsere Kinder dürfen auch Gruppen übergreifend spielen oder an Projekten teilnehmen“, beschreibt die Leiterin, Uschi Baumann, den familiären Charakter. Konfliktbewältigung, Rücksichtnahme, sich durchsetzen und sich mitteilen können seien wichtige Aspekte der Arbeit.

Durch eine gewisse Fluktuation kommen regelmäßig neue Kinder hinzu, die es zu integrieren gilt. Rund ein Viertel der Kinder hat ausländische Wurzeln, so dass die Offenheit für Fremde und auch für Neues eines der wichtigsten pädagogischen Anliegen ist. Auch, wer aus der Gruppe der Zwei- bis Vierjährigen in die ältere Gruppe bis zur Schulreife umzieht, muss sich neu integrieren.

Verantwortung zu tragen lernen die Kinder in der Meisenstraße nicht nur durch das Kümmern um Jüngere, sondern auch durch Pflichten wie Tischdecken, Geschirr spülen oder Aufräumen. An einer Tafel zeigen sie mit Anhängern an, wo sie gerade spielen, drinnen, als Kleingruppe in der schönen, angebauten Turnhalle oder in dem großzügigen, parkähnlichen Außengelände, in dem sich so vieles entdecken und erforschen oder einfach unbeschwert herumtoben lässt. „Als einer der ersten Kindergärten in Zweibrücken gehören wir noch zu den noch nicht nach neuen Standards ausgebauten Kindertagesstätten und lehren die Kinder, mit dem zurecht zu kommen, was möglich ist“, sieht Uschi Baumann darin durchaus Vorteile.



Außerdem sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Projekten, bei denen die Naturerfahrung eine bedeutende Rolle spielt. Tanz und Schauspiel, Besuch auf dem Bauernhof, in Bäckerei und Metzgerei, bei der Polizei oder Feuerwehr, bereitet den Nachwuchs aufs Leben vor. Da Kinder vor allem durch und in Bewegung lernen, motiviert das Team in der Meisenstraße durch ein vielfältiges Bewegungsangebot dazu. Musische Erziehung gibt Raum für Kreativität. Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit ist die Sprachförderung durch eine eigene Sprachpädagogin. Schulabgänger werden speziell auf die neuen Aufgaben in ihrem nächsten Lebensabschnitt vorbereitet. „Außerdem feiern wir gerne und viel, auch gemeinsam mit den Eltern“, erinnert die Kita-Leiterin an die unterschiedlichen Feste. Als evangelischer Kindergarten sei religiöse Erziehung und die Vermittlung christlicher Werte wichtig.