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Benefizaktion für notleidende Kinder

Start an der Schließ. Foto: Schule
Start an der Schließ. Foto: Schule FOTO: Schule
Zweibrücken. nob

170 Schüler der Herzog-Wolfgang-Realschule plus sind gestern Morgen eine Stunde lang für Kinder in finanziellen Notlagen gelaufen. "Mehr als 17 Prozent der unter Dreijährigen wachsen in Deutschland in Familien auf, die von staatlicher Grundsicherung leben", berichtet Edith Wingenfeld, Geschäftsführerin der Gesellschaft "Direkt für Kinder", die gemeinsam mit der Schule die Hilfsaktion organisiert hat. Maßgeblich zuständig für die Durchführung war Sportlehrer Dominik Becker. "Die Schüler konnten für ihre sportliche Leistung eine Vielzahl an Sponsoren gewinnen", erklärte Schulleiterin Rita Sutter-Deßloch, die sich sehr über das Engagement der Jugendlichen freute. Für jeden gelaufenen Kilometer werden diese einen kleinen Geldbeitrag an sie überreichen. So könne "Direkt für Kinder" Einzelfallhilfe in akuten finanziellen Notlagen leisten. Die Gesellschaft verfüge über ein großes Netzwerk, bestehend aus Behörden, Vereinen, Rechtsanwälten, Ärzten und auch vielen Schulen. Zu diesem Netzwerk gehören aber auch Unternehmen, die bedürftigen Kindern den Einkauf auf Rechnung erlauben. "Das Kind geht mit einem Gutschein an die Kasse und das Geschäft schickt uns die Rechnung", erläuterte Wingenfeld das System.

Die Gesellschaft habe innerhalb der letzten fünf Jahre bisher 800 bedürftigen Kindern in Form von Sachspenden aller Art helfen können.

Die Schüler der Herzog-Wolfgang-Realschule plus beteiligten sich bereits zum zweiten Mal einem Benefizlauf, der wieder vom Rosengartenhotel aus durch die Gestütsallee führte. Die Hilfe kommt nach Auskunft der Geschäftsführerin sehr schnell bei den Betroffenen an. Es gebe kein Bargeld für die Familien, sorgen nur Sachleistungen. "Die Spenden bleiben auch in der Region", versicherte Wingenfeld. Meistens handele es sich um Kleidung, Schuhe, Lebensmittel, Möbel oder Fahrräder. Aber auch Beiträge für Vereine, Klassenfahrten, Eintrittskarten oder Kosten für Nachhilfe würden übernommen. Eine Familie könne nur einmal im Jahr von "Direkt für Kinder" gefördert werden.