| 20:29 Uhr

Caféhaus-Nachmittag
Bei Kaffee und Kuchen dem Orchester gelauscht

Der Gemeindesaal verwandelte sich in ein Wiener Caféhaus.
Der Gemeindesaal verwandelte sich in ein Wiener Caféhaus. FOTO: Volker Baumann / red
Niederauerbach. Der Wiener Caféhaus-Nachmittag im Niederauerbacher Gemeindesaal kam bei den Besuchern gut an. Pfarrer wurde zum Oberkellner. Von Volker Baumann

Mathias Strickler, Pfarrer der protestantischen Kirchengemeinde Niederauerbach, erinnerte sich zum Jahreswechsel an einen vor zehn Jahren im Gemeindesaal veranstalteten Caféhaus-Nachmittag zurück. Mit seiner Idee, einen solchen erneut ins Leben zu rufen, konnte er Helfer begeistern, insbesondere Frau und Sohn. Schnell sprach sich das Ereignis herum, das neben Kaffee und Kuchen auch den Wiener Schmäh und die ganz besondere Atmosphäre in den „Gemeinde-Salon“ bringen sollte.

Diesen Part übernahm das Salon-Orchester Theo Reinhard, mit musikalischen Schmankerln von Walzer bis Csárdás, auf der kleinen Bühne des Saals. So war der sonntägliche Wiener Caféhaus-Nachmittag perfekt und die Gäste konnten, bei leckeren Süßigkeiten und einem Tässchen Kaffee, serviert vom Pfarrer und den Helfern, den Klängen des Quintetts lauschen. Pfarrer Stricker freute sich über den mit 40 Gästen ausverkauften „Salon“ und das Geschenk, das damit der Gemeinde gemacht werden konnte. Sein Rollenwechsel vom Pfarrer zum Oberkellner machte nicht nur ihm, sondern auch den Gästen Spaß, die gerne einmal den Finger zur Bestellung hoben. Orchesterchef Theo Reinhard, einigen Gästen auch noch als Musiklehrer aus der Mannlich-Realschule bekannt, erinnerte an insgesamt drei frühere Auftritte in Niederauerbach und schwärmte von einer Reise mit dem Schiff auf der Donau, wo er sich auf der Strecke zwischen Linz und Wien musikalisch inspirieren ließ.

Auch Alice Hitschler freute sich, ihren ehemaligen Musiklehrer hier nochmal in diesem besonderen Rahmen zu erleben, und genoss mit Freundin Ute Olkiewicz „die nach Niederauerbach gebrachte Wiener Atmosphäre“. „Das Schöne an so einem Nachmittag ist, dass man mehrere Genüsse gleichzeitig hat, sich, neben Kaffee und Kuchen, leise unterhalten und gleichzeitig der Musik lauschen kann“, ist sie vom Konzept der Veranstaltung überzeugt.