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Kommentar zu befürchtetem Klima-Problem durch Neubaugebiet oberhalb Ixheims
Nicht in den Wind planen!

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Schon lange gibt es in Zweibrücken eine politische Unsitte im Umgang mit neuen Bebauungsplänen: Der Stadtrat startet Bebauungsplanverfahren – und stellt kritische Fragen hintenan, weil die Verwaltung sagt, sowas könne man ja alles im Planverfahren prüfen. Von Lutz Fröhlich
Lutz Fröhlich

Redakteur und Lokalreporter Zweibrücken

Doch viele Fragen würden besser diskutiert und bewertet, bevor man viel Steuergeld und Zeit in bürokratisch ja doch sehr aufwendige Bebauungsplanverfahren investiert. Etwa bei der aktuell vom Naturschutzbeirat aufgeworfenen Frage, ob das geplante große Baugebiet oberhalb Ixheims („Wohnen am Kirchberg“) die Kaltluftzufuhr des damit schon heute am schlechtesten versorgten Zweibrücker Stadtteils behindert (wir berichteten). Die Belege des Beirats für seine Befürchtung sehen so eindeutig aus, dass der Stadtrat sie sorgfältig abwägen und das Planverfahren erst einmal stoppen sollte, um zu prüfen, ob man auf das Baugebiet dort nicht besser ganz oder in Teilen verzichtet. Wobei man nebenbei auch daran denken könnte, dass eine Bebauung dort nicht nur dem Wind den Weg versperren würde, sondern auch eine der schönsten Aussichten auf Zweibrücken für Spaziergänger und Wanderer.