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Bürger kritisieren Aktion des Umweltbetriebs
Baumfällungen in Rimschweiler sorgen weiter für Unmut

 Das Foto zeigt das Ausmaß der Rodungen am Radweg in Rimschweiler. Viele Bürger sind über diese Aktion empört.
Das Foto zeigt das Ausmaß der Rodungen am Radweg in Rimschweiler. Viele Bürger sind über diese Aktion empört. FOTO: Christoph Domke
Rimschweiler. „Das würde mich erschrecken, wenn das niemand erschreckt“, meinte Silvia Kämmer bei der Einwohnerfragestunde in der Sitzung des Rimschweiler Ortsbeirats zu den Baumfällungen im Februar entlang des Radwegs.

„Warum hat der UBZ so radikal Bäume und Sträucher gefällt?“, fragte Kämmer. Si hätte sich „mehr Sensibilität“ erhofft. Weil über die Maßnahme immer noch diskutiert werde, habe sie das Thema auch auf die Tagesordnung gesetzt, sagte Ortsvorsteherin Isolde Seibert (SPD). Auch wenn es schon passiert sei.

Seibert erklärte, dass sie vom UBZ vor der Maßnahme informiert worden sei mit dem Hinwies, dass neben stark beschädigten Bäumen auch Bäume, die zu eng stehen „ausgelichtet“ werden. „Gerade das erzürnte die Bürger.“ Dabei wage sie es nicht, den Fachleuten bei der UBZ zu widersprechen, erklärte die Ortsvorsteherin. Wobei sei hinter der Protestaktion des Kindergartens stehe.

Die Leiterin des Kindergartens, Ortsbeirätin Verena Hartmann (SPD), kritisierte bereits die Wortwahl „Pflegemaßnahme. Das ist eine Abholzung. Wie soll man das den Kindern erklären?“ Die Protestaktion sei im Rahmen der regelmäßigen Unterweisung der Kinder in der Natur erfolgt. Damit vermehrte sie sich, dass die Kinder „instrumentalisiert“ worden seien. Hartmann bedauerte, dass dabei keine Ortsbeiratsmitglieder dabei gewesen seien. „Und vom UBZ war auch niemand da, um die Fragen zu beantworten.“



Seibert wies darauf hin, dass nach der Auskunft des UBZ dieser die Bäume zweimal jährlich untersuche. „Warum hat der UBZ dann nicht schon früher Pflegemaßnahmen durchgeführt. Sind die Bäume alle auf einmal krank geworden?“, fragte Florian Faust bei der Einwohnerfrage. Auf die Frage von Hartmann, ob dort wieder neue Bäume gepflanzt werden, sagte Karl Lahm (CDU), dass die Akazien wieder austreiben werden. „Die Fällungen werden da mehr als wett gemacht.“

Nach den Ausgaben für den Neujahrsempfang mit den Eintrittskarten fürs Hallenbad sowie dem Kostenanteil für den Hotspot stünden dem Ortsbeirat noch 2029 Euro aus den Verfügungsmitteln zur Verfügung, informierte die Ortsvorsteherin. Dabei seien schon 400 Euro für den Blumenschmuck und 350 Euro für den Hotspot verplant. Der Ortsbeirat beschloss, dem Turn- und Sportverein zum 125-jährigen Bestehen 200 Euro zu spenden. Elisabeth Metzger (CDU) fragte, ob man einen Sandstein auf dem Friedhof, auf dem Angaben zum Ort stünden, restaurieren könne. Eine Sanierung durch einen Steinmetz sei vor einigen Jahren als zu teuer abgelehnt worden, sagte Seibert. Aber Metzger könne noch mal nachfragen.

Beim ehemaligen Gelände Mazurkiewicz gebe es nach Auskunft des Baudezernenten Henno Pirmann (SPD) einzelne Anfragen, informierte Seibert. Wobei die Verwaltung weiter eine komplette Erschließung bevorzuge. Dabei berichtete Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) in der Sitzung von einem Gespräch mit einem Investor, der ebenfalls eine komplette Erschließung als bessere Lösung ansehe. „Wir haben immer noch die Idee, dass direkt an der Vogesenstraße und Feldstraße schnell gebaut werden kann“, sagte Seibert. Wosnitza versprach, dass eine Entscheidung „einvernehmlich“ mit dem Ortsbeirat erfolgen werde.

Klaus Fuhrmann (SPD) berichtete über die Gewässerbegehung in Rimschweiler (wir berichteten). Dabei sei es weniger um Hochwasser im Hornbachtal gegangen. Vielmehr auf die Folgen bei Starkregenereignissen. Der Ortsbeirat beschloss, dass mit Handzetteln über den am 6. April, geplanten Umwelttag informiert werden. Treffpunkt am Rondell am alten Bahnhof ist um zehn Uhr.

Mit dem wöchentlichen Bürgerstübchen, dem Jugendtreff und der wöchentlichen Sprechstunde der Ortsvorsteherin werde das Gemeindehaus regelmäßig genutzt. Dazu kämen in den letzten Monaten noch einige Familienfeiern und zuletzt habe auch der Konfirmandenunterricht dort stattgefunden, berichtete Seibert über die Nutzung des Hauses. Deshalb sollten nicht nur alle abgesprochenen Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die bei der Haushaltsberatung als nicht notwendig erachtete Sanierung der Toilette angesichts der Nutzung sollte neu überdacht werden.