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Mehr Sicht, mehr Grün
Helmholtz-Halle nach Sommerferien nutzbar

Die Ex-Fahrzeughalle (rechts) wird fürs Helmholtz-Gymnasium umgebaut. Das Gelände der ansonsten abgerissenen Feuerwache wird verschönert.
Die Ex-Fahrzeughalle (rechts) wird fürs Helmholtz-Gymnasium umgebaut. Das Gelände der ansonsten abgerissenen Feuerwache wird verschönert. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Bauausschuss billigt Konzept für den Mehrzwecksaal. Bereich um das letzte verbliebene Stück der Alten Feuerwache wird aufgewertet. Von Fritz Schäfer

„Die Ziegelsteine werden gesäubert. Ansonsten bleiben die beiden Mauern stehen“, erläuterte Jörg Müller vom Zweibrücker Bauamt gestern der Presse vor Ort das Konzept für den Umbau der Ex-Fahrzeughalle der ansonsten abgerissenen Alten Feuerwache in eine Mehrzweckhalle für das Helmholtz-Gymnasium. Damit bleibe optisch der industrielle Charakter der Halle erhalten. Dementsprechend würden auch die Leitungen sichtbar sein und es werde lediglich ein Estrichboden auf den Beton aufgebracht.

Rund 300 Quadratmeter ist die Halle groß. Damit bietet sie nach der Berechnung des Bauamts Platz für 250 Personen. Zur Schule hin kommt eine Faltwand, die für Veranstaltungen geöffnet werden kann. Auf der gegenüberliegenden Seite zur Bleicherstraße wird eine gläserne Fassade mit zwei Türen errichtet. „Damit wird es eine helle Halle. Bei Veranstaltungen ist das auch von außen zu erkennen“, erklärte Bauamtsleiter Christian Michels.

Im ursprünglichen Plan standen für die Erweiterung der Mensa mit einem größeren Aufenthaltsraum nach Angaben Müllers 350 000 Euro zur Verfügung. „Das sollte auch reichen für den ersten Bauabschnitt.“ Zu dem ersten Abschnitt gehört neben der eigentlichen Halle auch der Zugang dazu. Der ist über den bestehenden Anbau geplant. Darin soll im zweiten Bauabschnitt auch ein Technik- und ein Lagerraum untergebracht werden. Zudem ist dann (nicht vor 2020) auch ein neuer Anbau an den bestehenden vorgesehen. Hier ist eine Toilettenanlage geplant. Geprüft wird noch, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach rechnet.



Bei Zustimmung des Bauausschusses – die am Abend erfolgte (mit Nein stimmte nur Thorsten Gries, weil er die früheren Pläne besser fand) – könne der Auftrag noch im Januar ausgeschrieben werden. Dann sei die Mehrzweckhalle nach den Sommerferien nutzbar.

„Das ganze Projekt ist mit der Schule abgesprochen“, sagte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD). Dabei seien viele Vorschläge der Schüler mit eingeflossen, lobte der derzeitige Baudezernent die Zusammenarbeit. Auch mit dem Kulturamt sei das Projekt besprochen.

Doch mit dem Umbau der Feuerwehrhalle zu einer Mehrzweckhalle für die Schule und einer Toilettenanlage (im zweiten Bauabschnitt) ist das Projekt noch nicht abgesprochen. „Wir wollen das gesamte Umfeld zwischen Bleicherstraße und Helmholtz-Gymnasium neu ordnen“, erklärte der Stadtplaner des Bauamts, Harald Ehrmann. Dabei werde der Weg von der Münzstraße in die Grünanlage mit Stadt am Wasser auf einer geradlinigen Achse sichtbar gemacht. Im Moment ist die Sicht und auch der Weg durch Autos, Bäume und Poller versteckt.

Dazu werde die Baumreihe zu den Lehrerparkplätzen Richtung Halle versetzt und verlängert und und die Poller würden entfernt, erklärte Ehrmann. Lange Zeit verhinderte die Feuerwache den Blick auf den Eingang des Helmholtz-Gymnasiums. Der Blick ist nach dem Abriss bereits frei. Über einen neuen Weg über den freien Platz wird das noch unterstrichen. Auch der Platz zwischen der Halle und die Bleicherstraße wird neu angelegt.