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Möbel Martin und Globus-Baumarkt
Bauausschuss ohne Fragen zu Märkte-Vergrößerungen

Zweibrücken. Bauausschuss empfiehlt, dass die Verwaltung einen Antrag stellt. Globus-Baumarkt und Möbel Martin wollen wachsen. Von Fritz Schäfer

Der Globus-Baumarkt und Möbel Martin in Zweibrücken wollen sich weiter entwickeln und wachsen. Da beide Märkte künftig mehr innenstadtrelevante Produkte anbieten wollen, ist laut Stadtverwaltung ein Zielabweichungsverfahren notwendig. Dagegen erhoben sich gestern Abend im Bauausschuss des Stadtrats keine Einwände. Selbst zu den Ausführungen von Michael Braun vom Kaiserslauterer Planungsbüros Firu gab es keine Nachfragen. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat, dass die Verwaltung den Antrag bei der SGD Süd (Struktur- und Genehmigungsdirektion) stellen soll.

Der rund 32 Jahre alte Baumarkt an der Wilkstraße soll nach dem Plan des Unternehmens von 17 700 Quadratmeter Verkaufsflläche auf 19 500 erweitert werden. Dabei steigt die Fläche für innenstadtrelevantes Sortiment von 1770 auf 1950 Quadratmeter „Das ist eine geringe Erweiterung“, sagte Braun. Nach seiner Einschätzung sei das vereinbar mit der Landesplanung. Unter anderem soll der Getränkemarkt von 850 auf 1000 Quadratmeter erweitert und verlegt werden. Globus möchte auch den Eingangsbereich verlegen und neu gestalten.

„Beim zweiten Punkt geht es um die Erweiterung von Möbel Martin“, sagte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD). „Vom Grundsatz her, ist das das Gleiche“, meinte Braun. Auch die Erweiterung des Möbelhauses sei „kompatibel“ mit der Landesplanung. Allerdings möchte Möbel Martin deutlich stärker vergrößern: von 24 000 auf 35 000 Quadratmeter Verkaufsfläche. In dem Möbelhaus soll neben mehr Ausstellungsfläche auch mehr Raum für Haushaltswaren, Glas, Porzellan oder Keramik entstehen, die Fläche für innenstadtrelevantes Sortiment wächst deshalb von 2400 auf 3500 Quadratmeter. Laut dem Firu-Mitarbeiter soll die Erweiterung vor allem im Gebäudebestand erfolgen.



Der Bauausschuss stimmte zudem Änderungen des Raumordnungsplans Westpfalz zu. So entspreche die Regelung für den Flugplatz Zweibrücken der aktuellen Sonderlandeplatz-Genehmigung, dadurch ergeben sich für die Stadt keine Auswirkungen. Das Gleiche gelte für die Vorrangflächen für Windenergie. Von den Änderungen für die Mittelzentren Landstuhl und Ramstein sei Zweibrücken nicht betroffen. Zu Bauleitplänen der Städte Blieskastel und Pirmasens hatte der Ausschuss ebenfalls keine Bedenken. „Die Belange der Stdt sind nicht berührt“, erklärte Baudzernent Henno Pirmann.