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Linken-Politiker verweigert Zustimmung
Bauarbeiten wieder teurer: Honorar gestiegen

Studie: Jeder dritte Deutsche f¸rchtet Immobilienblase ARCHIV - Ein Baustellenschild steht vor dem Rohbau eines Einfamilienhauses in Straubing (Niederbayern/Archivbild vom 23.09.2009). Jeder dritte Deutsche sieht wegen der Flucht_vieler Anleger ins ´Betongoldª im Zuge der Finanzkrise einer Studie zufolge die Gefahr einer Immobilienblase. 59 Prozent der Menschen halten es dagegen f¸r unwahrscheinlich, dass in den nachsten zwei_Jahren am deutschen Markt eine <berhitzung mit anschlieaendem Preisverfall entsteht. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag des Stuttgarter Finanzkonzerns W¸stenrot & W¸rttembergische (W&W), die der_Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Foto: Armin Weigel dpa/lby (zu dpa-Meldung und Hintergrund am 26.05.2012)  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Studie: Jeder dritte Deutsche f¸rchtet Immobilienblase ARCHIV - Ein Baustellenschild steht vor dem Rohbau eines Einfamilienhauses in Straubing (Niederbayern/Archivbild vom 23.09.2009). Jeder dritte Deutsche sieht wegen der Flucht_vieler Anleger ins ´Betongoldª im Zuge der Finanzkrise einer Studie zufolge die Gefahr einer Immobilienblase. 59 Prozent der Menschen halten es dagegen f¸r unwahrscheinlich, dass in den nachsten zwei_Jahren am deutschen Markt eine <berhitzung mit anschlieaendem Preisverfall entsteht. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag des Stuttgarter Finanzkonzerns W¸stenrot & W¸rttembergische (W&W), die der_Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Foto: Armin Weigel dpa/lby (zu dpa-Meldung und Hintergrund am 26.05.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Armin Weigel / picture alliance / dpa
Zweibrücken. Honorar für Ingenieurbüro automatisch von 140 000 auf 205 000 Euro gestiegen. Nunold (Linke) zeigt sich verärgert. Von Mathias Schneck

(eck) Die Verteuerung eines Bauprojektes hat erneut für Diskussionen im Hauptausschuss gesorgt. Bereits in den vergangenen Monaten musste im Stadtrat beziehungsweise in dessen Ausschüssen über teurer gewordene Bauprojekte abgestimmt werden – zuletzt hatte sich FWG-Fraktionschef Kurt Dettweiler im Merkur verwundert darüber gezeigt, dass die Projekte oft teurer würden als ursprünglich veranschlagt.

Bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend ging es um den Umbau der Alten Ixheimer Straße. Bürgermeister Christian Gauf (CDU) informierte über die Hintergründe: Die Ingenieurleistungen für den Umbau der Alten Ixheimer Straße seien mit Beschluss des Hauptausschusses vom 10. April 2002 in Höhe von 140 000 Euro an das Ingenieurbüro Schönhofen in Kaiserslautern vergeben worden. Aufgrund der langen Vorlaufzeit (die Arbeiten begannen erst Anfang 2016) habe es im Baugewerbe Preissteigerungen  gegeben. Zudem sei in der langen Vorlaufzeit, bis in der Alten Ixheimer Straße endlich die Presslufthämmer, Kräne und Bagger loslegten, die „HOAI“, die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, zweimal geändert worden: nämlich in den Jahren 2009 und 2013.

Kurt Dettweiler meinte, bezogen auf das gestiegene Honorar für das Ingenieurbüro: „Von 140 000 auf 205 000 Euro – das ist schon heftig!“ Matthias Nunold (Linke) wurde noch deutlicher: „Ich stimme dem nicht zu!“, zeigte er sich erbost. Wozu seien denn Verträge, in denen die Bausummen festgelegt seien, da, wenn dann plötzlich Honorare derart steigen würden?



Werner Boßlet, Chef des UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) der die Debatte mitverfolgte, entgegnete Nunold: Es sei ganz klar festgelegt, dass beauftragte Architekten oder Ingenieure bei lange laufenden Bauprojekten diese Nachforderungen stellen dürften, wenn sich zwischenzeitlich die „HOAI“ ändere, das sei gesetzlich festgelegt und habe nichts mit Bereicherung zu tun. Nunold vermochte dieser Einwand nicht zu befriedigen. „Wir müssen alleine wegen der ,HOAI’ in diesem Fall 65 000 Euro nachschießen!“ Verärgert merkte er an: „Das ist der ADD egal“ – damit zielte er darauf ab, dass die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) in Trier die Stadt regelmäßig für ihre Haushaltsführung tadele. Nunold fand, dass der ADD gar nicht bewusst sei, wie der Stadt teilweise das Geld wie Sand zwischen den Fingern zerrinne. Mit seiner Weigerung, zuzustimmen, stand der Linke aber alleine da. Bis auf Nunold stimmte der Hauptausschuss der Auftragserhöhung komplett zu.