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die Zeit drängt
Bahnübergang Dellfeld-Ortsmitte muss bis Jahresende erneuert sein

Kein Aushängeschild ist der Haltepunkt der Deutschen Bahn in Dellfeld-Ortsmitte. Technisch wird der Bahnübergang nun umgestaltet. Die Gemeinde hat dazu ihr Ja-Wort gegeben. Das musste sie auch – denn die Betriebserlaubnis für den Haltepunkt erlischt am Jahresende.
Kein Aushängeschild ist der Haltepunkt der Deutschen Bahn in Dellfeld-Ortsmitte. Technisch wird der Bahnübergang nun umgestaltet. Die Gemeinde hat dazu ihr Ja-Wort gegeben. Das musste sie auch – denn die Betriebserlaubnis für den Haltepunkt erlischt am Jahresende. FOTO: Norbert Schwarz
Dellfeld. Die Zeit läuft für die Ortsgemeinde – denn die Betriebserlaubnis des Haltepunkts erlischt bald. Von Norbert Schwarz

Der Bahnübergang in der Dellfelder Ortsmitte wird noch in diesem Jahr erneuert. Die Arbeiten zur technischen Umgestaltung laufen im September an und müssen noch vor Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt wird die Deutsche Bahn Netz AG rund 75 000 Euro investieren. Die Ortsgemeinde muss sich an den Kosten mit einem Drittel beteiligen. Der Bahnübergang bekommt im Seitenbereich neue Gehwege mit Schranken für den Fußgängerverkehr.

Die technischen Umbauarbeiten an diesem Haltepunkt seien unumgänglich, erklärt Ortsbürgermeisterin Doris Schindler. Denn: Zum Jahresende würde dessen Betriebserlaubnis ablaufen. Die Anlage dürfe nach den Genehmigungsvorgaben der Bahn in ihrem jetzigen Zustand nur noch bis zum 31. Dezember betrieben werden. „Wir wollen ja keine Waldfischbacher Verhältnisse in Dellfeld haben“, sagt Schindler. In Waldfischbach nämlich sei an einem Übergangspunkt gleichfalls die Betriebserlaubnis erloschen, während die Erneuerung noch nicht abgeschlossen war. Prompt musste dort wieder ein „Schrankenwärter“ den Sicherheitsdienst verrichten.

Im Augenblick gibt es in Dellfeld lediglich eine Halbschranke, die ein Überqueren des Schienenstrangs verhindern soll. Das wird sich ändern. Neben den Halbschranken für den Fahrzeugverkehr wird es auch Schranken für Fußgänger geben. Der eigentliche Bahnübergang in Dellfeld-Ort wird deshalb um Fußwege links und rechts des Bahnübergangs erweitert. Der Zeitplan sehe vor, dass mit den Umbauarbeiten am 10.September begonnen werde. Nach nicht einmal drei Monaten Bauzeit soll die neue Anlage errichtet sein. Daran, dass bis zum 31. Dezember diesen Jahres alles fertig sein müsse, sei nicht zu rütteln, sagt Schindler. Sie bittet um Verständnis für das Projekt: „Behinderungen sind an diesem stark frequentierten Bahnübergang unumgänglich. Sowohl die Fußgänger als auch der gesamt Fahrzeugverkehr zur alten Ortslage kreuzen hier die Bahnlinie.“ Vom 28. September bis zum 14. Oktober wird voraussichtlich kein motorisiertes Fahrzeug den Bereich befahren dürfen.



Seit Jahren bemüht sich die Ortsgemeinde zudem um eine grundsätzliche Modernisierung des Haltepunktes nach dem Vorbild von Dellfeld-Falkenbusch. Bisher jedoch ohne Erfolg. Während in Contwig, Stambach, Rieschweiler und jetzt auch in Mühlbach die Haltepunkte allesamt erneuert worden sind, hängt eine solche Maßnahme für die Ortsmitte der Schwarzbachtalgemeinde weiterhin in der Warteschleife. Ortsbürgermeisterin Doris Schindler: „Wir bleiben weiter am Ball. Die Erneuerung des Haltepunktes Ortsmitte ist eine Aufgabe des Landkreises. Wir haben jüngst im Ortsgemeinderat erneut darüber gesprochen und ich werde das Anliegen des Rates selbstverständlich noch einmal bei der zuständigen Stelle der Kreisverwaltung vortragen.“ Schindler ergänzt: „Im Augenblick wird der Haltepunkt in Thaleischweiler-Fröschen umgebaut, ich gehe davon aus, dass wir mit unserer Ortsmitte anschließend an der Reihe sind.“

Ein Zugeständnis möchte die Ortsgemeinde der Bahn aber jetzt schon abringen. Die in Richtung Pirmasens (Bibermühle) fahrenden Zügen sollten schon vor der Schranke in der Ortsmitte halten, weil dann nämlich auch ältere oder gehbehinderte Menschen problemlos in den Zug einsteigen könnten.