| 22:58 Uhr

Strecke Homburg-Zweibrücken
Bahnreaktivierung: Phase zwei läuft

Symbolbild
Symbolbild FOTO: Pixabay / CC0 Lizenz
zweibrücken/Mainz. Von der Bahn überarbeitete Vorplanung und die endgültige Kostenschätzung sollen im Laufe des Dezembers vorgelegt werden.  Von Eric Kolling

Die Reaktivierung der Bahn-Strecke Homburg-Zweibrücken schreitet hinter den Kulissen voran. Die Deutsche Bahn AG hat jetzt wie geplant in Mannheim die überarbeitete sogenannte Vorentwurfsplanung vorgestellt. Diese ist die zweite von insgesamt sechs Leistungsphasen, die vor dem Beginn von Bauarbeiten stehen. Wie Susanne Keeding, Sprecherin des Mainzer Wirtschaftsministeriums, erläutert, geht es bei dieser Phase etwa darum, welches Honorar Architekten und Ingenieure  (HOAI) erhalten und behandelt eine Grundlagenanalyse, die Abstimmung der Aufgabenstellung und die Erarbeitung eines Planungskonzeptes. Mit einer Kostenberechnung versehen werde es in der dritten Phase. Die Pläne würden von Stufe zu Stufe detaillierter. Bereits durchgeführt wurde in der ersten Phase die „Grundlagenermittlung“. Hierzu zählten allgemein die der Planung vorgeschalteten Maßnahmen und Überlegungen, also Gespräche mit dem Auftraggeber oder Bauherren. Die HOAI (Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen) erwähne als Grundleistungen beispielsweise „Klären der Aufgabenstellung, Beraten zum gesamten Leistungsbedarf“ und als besondere Leistungen „Bestandsaufnahme, Standortanalyse“. Dann erfolge eine Vorplanung mit Kostenschätzung, desweiteren die Entwurfsplanung und Kostenberechnung. Es folgen die Genehmigungsplanung (Baurecht) als vierte Phase, die Ausführungsplanung und zuletzt die Vorbereitung der Vergabe einschließlich Ermitteln der Mengen und Aufstellen von Leistungsverzeichnissen (LV).

Bereits im vergangenen Februar hatte die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger die  Vorentwurfsplanung für weitgehend abgeschlossen erklärt. „Jetzt können wir gemeinsam mit Rheinland-Pfalz in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen. So wird weitere Kostenklarheit geschaffen“, sagte die Ministerin. Das hatte sich hingezogen, weil die DB AG noch Nachbesserungen an der Vorentwurfsplanung durchführen musste. Die Zeitschiene – der Zug soll bis 2021 rollen – soll das nicht verzögern, laut Rehlingers Sprecher Wolfgang Kerkhoff liege man gut im Plan. Die Leistungsphasen drei und vier folgen voraussichtlich im ersten Quartal 2018.