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Zweibrücken
Bahnhofshalle wird aufgewertet

 Bisher ist die Bahnhofshalle selbst, wenn sie nicht dreckig ist, nicht gerade einladend.
Bisher ist die Bahnhofshalle selbst, wenn sie nicht dreckig ist, nicht gerade einladend. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Beim kommunalpolitischen Frühschoppen des Zweibrücker Turnerjahrmarkts sprach Oberbürgermeister Marold Wosnitza Projekte an, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Von Fritz Schäfer

„Die Bahnhofshalle wird in den nächsten Monaten neu belebt“, kündigte Oberbürgermeister Marold Wosnitza beim kommunalpolitischen Frühschoppen des Turnerjahrmarkts der VT Zweibrücken an. Die Aufwertung werde mehr Sicherheit und Sauberkeit der Halle mit sich bringen. Was genau passieren wird, ließ der Oberbürgermeister am Dienstagmorgen allerdings noch offen. „Die Katze werden wir aber erst aus dem Sack lassen, wenn wir alles in trockenen Tüchern haben.“ Das soll im Juli/August passieren. Parallel sei eine große Lösung für das ganze Gebäude in Arbeit. „Die jetzigen Aktivitäten werden der Gesamtlösung nicht im Wege stehen.“

Auch beim City-Outlet gebe es Konzepte, wohin sich das Gebäude entwickeln wird. Hier könnte im Dezember/Januar „die Katze aus dem Sack“ gelassen werden. Auch bei diesem Thema bat Wosnitza um Geduld. „Wenn man die Katze zu früh aus dem Sack lässt, sind die Dinge schon tot, bevor sie überhaupt zu Ende diskutiert sind.“ So kündigte der Oberbürgermeister auch nur an, dass die Bahnen der Minigolfanlage „aufgehübscht werden, wenn sich der neue Aufsichtsrat nicht dagegen ausspricht“. Auch Bootssteg und Tretboote würden nicht vergessen. Dabei sollen die Tretboote von der Person an der Minigolf-Kasse gemanagt werden.

Nach der Vorstellung des Oberbürgermeisters soll die Wirtschaftsförderung in eine eigene Gesellschaftsstruktur ausgegliedert werden. Auch die Innenstadtentwicklung werde noch in diesem Jahr angegangen. Dabei sei die Anbindung an die Hochschule ein Ziel. Tourismus, Wirtschaft und Stadtentwicklung seien derzeit in verschieden Ämtern. „Da müssen wir ganzheitlicher denken und neue übergreifende Strukturen schaffen“, sagte Wosnitza. Die Leitung werde dem Oberbürgermeister obliegen.



Das Thema Digitalisierung dürfe nicht auf die Schule verengt werden. Es gelte den Glasfaserausbau für Schule, Verwaltung und Gewerbe auf den Weg zu bringen, damit die Stadt „im 21. Jahrhundert ankommt“. Über Schulden, Finanzierung der Kommunen und Auflagen der ADD wollte er nicht sprechen. Das hätte lediglich „Therapeutisches“.

Stattdessen sprach Wosnitza die Bürger an, die die Verwaltung bei ihren Lösungen „mitnehmen muss“. Und den Stadtrat. Nur wenn der funktioniere und gemeinsam das Ziel verfolge, die Stadt voranzubringen, gelinge dies auch. „Dabei muss man auch mal über den eigenen Schatten springen, wenn eine gute Idee von einer anderen Seite kommt. Das hat in der Vergangenheit in Zweibrücken ja immer gut funktioniert.“  

„Da hat der Oberbürgermeister ja ein großes Paket zusammengepackt“, meinte der stellvertretende Vorsitzende der VTZ, Winfried Tänzer. „Das muss alles abgearbeitet werden. Doch Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut“, gab Tänzer den Gästen aus Politik, Verwaltung, Behörden und vom Verein mit auf den Weg.

Der Oberbürgermeister hatte zu Beginn seiner Rede die Bedeutung der Vereine im Allgemeinen und der VTZ im Besonderen hervorgehoben. Diesen Aspekt des seit über 100 Jahren stattfindenden Turnerjahrmarkts sprach auch die Vorsitzende Gisela Alt an. Auch sonst übernehme der Verein gesellschaftliche Verantwortung. Als weitere Beispiele nannte Alt die Kinderfastnacht, die Teilnahme am Kindertag oder bei der Partnerschaftsbegegnung. Dabei sei der Verein auf Ehrenamtler angewiesen. Beim Turnerjahrmarkt erwähnte Alt Ingrid und Horst Ließfeld, Gabi und Hartmut Seebach, Winfried Tänzer, Peter Stauch und Walter Hermann.

Bei den sportlichen Aktivitäten würden auch beeinträchtigte Kinder und Jugendliche mitgenommen. „Da geht es nicht um sportlichen Erfolg.“  Dafür habe die VTZ in den letzten Jahren auch einige Auszeichnungen erhalten (wir berichteten). Die Angebote in dem Bereich sowie im Gesundheitssport oder bei der Kooperation mit anderen Vereinen würden weiterentwickelt, kündigte di VTZ-Vorsitzende an.

Bei allen Aktivitäten müsse der Verein auch die Räumlichkeiten in Ordnung halten. Und da habe der Ausfall der Heizung kurz vor Weihnachten die VTZ in die Bredouille gebracht. Denn es sollte kein Kurs in der Turnhalle ausfallen. Deshalb musste die Halle mobil beheizt werden. „Das kostete viel Geld.“ Deshalb sei der Verein der Stadt dankbar, dass der Verein noch in das diesjährige Förderprogramm aufgenommen worden sei.

 Der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza.
Der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza. FOTO: Marold Wosnitza / Claudia Fahlbusch