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Zweibrücker Bahnhof
Bahnhofshalle bekommt neues Gesicht

 In diesem „Kubus“ genannten Gebilde sollen die Stadt-Töchter ihre Angebote präsentieren.
In diesem „Kubus“ genannten Gebilde sollen die Stadt-Töchter ihre Angebote präsentieren. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Noch im Herbst öffnet ein vom DRK betriebener Kiosk mit Backstube im Hauptbahnhof Zweibrücken. Rote Info-Box.

Ein Kubus ist ein erstes sichtbares Zeichen, dass sich in der Bahnhofshalle etwas bewegt. „In dem Kubus werden sich die städtischen Töchter mit ihren Angeboten präsentieren“, erklärt der Gewobau-Geschäftsführer Jörg Eschmann im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Da könnte es auch touristische Informationen geben. Auf einem Schirm könnten auch Bilder eines Nachrichtensenders die wartenden Fahrgäste mit Informationen versorgen.

Für eine Versorgung mit frischen Backwaren wird ein vom DRK-Kreisverband betriebener Kiosk mit Backstube zuständig sein. „Wir wollen mit einem kleinen Angebot beginnen“, sagt Kreisgeschäftsführer Mario Sauder. In einem der beiden Räume, die noch mit einer Glaswand von der Halle abgetrennt sind, werden Backwaren selbst zubereitet. „Die werden vor Ort verkauft und wir beliefern vom Bahnhof aus auch Einrichtungen des DRK“, erläutert Sauder. Dabei geht der Betrieb des Kioskes in Richtung eines Integrationsbetriebs. Dazu liefen die notwendigen Anträge.

Neben dem Kubus in der Mitte „hübscht“ der Regiebetrieb der Gewobau laut Eschmann die gesamte Halle auf. Rund 30 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Zur Aufhübschung gehört auch, dass die metallenen Sitze ausgetauscht werden. „Die Sitze werden zwar festgeschraubt. Aber sie sollen einladender aussehen“, verspricht sich Sauder eine optische Verschönerung der Halle von der Umgestaltung.



Einen genauen Termin für die Eröffnung kann Sauder noch nicht nennen. Die Gerätschaften seien beim DRK vorhanden. Aber die Umsetzung hänge von weiteren Faktoren ab. Im Herbst soll der Kiosk aber noch geöffnet werden. „Dann schauen wir, wie sich das alles entwickelt“, ist Sauder zurückhaltend. Wobei er der Idee des Gewobau-Geschäftsführers positiv gegenübersteht. Eschmann würde gerne, dass das DRK in den zweiten an die Halle angrenzenden Raum, in dem jetzt noch ein Taxi-Unternehmen ist, Zeitschriften anbietet. Auch Fahrkarten könnten dort eventuell verkauft werden.

Dazu führe die Gewobau als Eigentümer des Bahnhofs Gespräche mit dem Taxiunternehmen und wegen der Karten gebe es seitens der Gewobau eine Anfrage bei der Bahn, informiert Eschmann. Durch den Kiosk könnte die Bahnhofshalle belebt werden, hofft Eschmann. „Aber auf jeden Fall ist während der Öffnungszeiten des Kioskes immer jemand in der Halle.“ Wobei die Öffnungs- und Schließzeiten noch zwischen dem Eigentümer und dem Mieter geklärt werden müssen. Sauder erklärt, dass es Schließzeiten geben müsse. Der Geschäftsführer teilt auch mit, das das DRK die Halle reinigt.

Der oder die beiden Kioske, die beim DRK unter dem Projektnamen Bummelzug laufen, sind für den Gewobau-Geschäftsführer der erste Schritt zur Umnutzung des Bahnhofes. „Wir machen erst mal den kleinen Schritt. Dann schauen wir, was noch geht.“ Der Umbau der Halle sei allerdings so geplant, dass er eine weiteregehende Nutzung nicht im Wege steht. Derzeit sind im Bahnhof noch zwei Wohnungen und Räume für ein Unternehmen vermietet.

Vor einer Umnutzung müsse noch einiges getan werden. „Die Bahn hat die letzten 15 Jahre nichts mehr getan“, sagt Eschmann. Die Folgen seien zum Beispiel, dass sich Tauben im Dachgeschoss angesiedelt hätten. Und der Keller sei ebenfalls in einem desolaten Zustand.