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Baumaßnahme
AWO-Seniorenhaus heizt künftig mit Holzpellets

Zweibrücken. Neue Anlage soll rund 70 Prozent an Kohlendioxid-Emissionen sparen und hat 270 000 Euro gekostet.

(red) Das Zweibrücker Awo-Seniorenhaus „Am Rosengarten“ heizt künftig umweltverträglicher. In den vergangenen Wochen sei für rund 270 000 Euro eine neue Heizungsanlage eingebaut worden, die mit Holzpellets befeuert wird. Sie löst die alte Ölheizung ab, teilt Einrichtungsleiterin Andrea Schantz mit.

Die Awo Pfalz als Träger des Seniorenhauses habe den Heizungstausch seit längerem geplant, jetzt werde das Projekt innerhalb weniger Wochen umgesetzt. Wichtig gewesen sei, den Umbau so zu organisieren, dass die 146 Bewohner des Seniorenhauses keine spürbaren Ausfälle erlebten. Laut Schantz wurde die neue Heizanlage in neuen Nebengebäuden auf dem Gelände des Seniorenhauses untergebracht. Die Pellets werden in zwei neuen Containern gelagert.  230 Tonnen werden im Jahr benötigt, das sind geschätzte 20 Lkw-Lieferungen mit jeweils zwölf Tonnen Pellets.

 Diese haben Vorteile gegenüber anderen Brennstoffen und sollen besser sein für den Klimaschutz: Sie werden aus Holz hergestellt, im Idealfall aus Resten der holzverarbeitenden Industrie. Und ihre Abgase enthalten nur etwa so viel Kohlendioxid (CO2), wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Gegenüber der alten Heizanlage könne die neue Technologie den CO2-Ausstoß um etwa 70 Prozent reduzieren, so Schantz. Die Pellets kämen zudem aus deutscher Produktion. Ausgelegt sei die neue Heizung auf die Grundlast. Das bedeutet, dass sie in der Regel stark genug sei, um das Seniorenhaus mit Wärme zu versorgen. Werde mehr Leistung gebraucht, beispielsweise an besonders kalten Wintertagen, schalte sich automatisch eine ergänzende Gas-Brennwert-Therme zu.