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Verbund protestantischer Kitas in der Stadt Zweibrücken
Auszeichnung für Kita Papperlapapp

Manfred Sutter, Oberkirchenrat; Sabine Jung, Pfarrerin, Leitung der Abteilung „Diakonisches Profil und Pflege“, Mitglied der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche der Pfalz; Eva Hartfelder, stellvertretende Leitung der Kita Papperlapapp; Martina Harrer, Leitung der Kita Papperlapapp Ernstweiler (von links).
Manfred Sutter, Oberkirchenrat; Sabine Jung, Pfarrerin, Leitung der Abteilung „Diakonisches Profil und Pflege“, Mitglied der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche der Pfalz; Eva Hartfelder, stellvertretende Leitung der Kita Papperlapapp; Martina Harrer, Leitung der Kita Papperlapapp Ernstweiler (von links). FOTO: Verbund prot. Kitas in der Stadt Zweibrücken
Zweibrücken. Erfolgreiche Teilnahme der Einrichtung aus Ernstweiler an der Qualitätsoffensive für evangelische Kindertagesstätten.

(red) Qualität und Bildung sind die Markenzeichen evangelischer Kindertagesstätten. „Wir reden nicht nur über Qualität. Wir möchten den Mitarbeitenden auch das nötige Praxiswissen an die Hand geben, um unsere hohen Qualitätsansprüche in den Einrichtungen umzusetzen und dauerhaft zu sichern. Deshalb investierte die Landeskirche mehr als zwei Millionen Euro in das Projekt Kita+QM“, betont der zuständige Oberkirchenrat Manfred Sutter.

Kita+QM unterstützt die Kitas dabei, ihre Qualität kontinuierlich und systematisch weiterzuentwickeln und zu sichern. Seit dem Start von Kita+QM im November 2010 haben sich 225 evangelische Kindertagesstätten an der Qualitätsoffensive beteiligt, teilt der Verein „Verbund protestantischer Kitas in der Stadt Zweibrücken“ mit. Im Rahmen des Fachtags Kita+QM in Ludwigshafen wurde die protestantische Kita Papperlapapp aus Ernstweiler zusammen mit 48 anderen Kindertagesstätten aus der Pfalz und der Saarpfalz von Oberkirchenrat Sutter mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Fast 95 Prozent der Kindertagesstätten der Landeskirche haben freiwillig an dem Programm teilgenommen.

Die 99 ausgezeichneten Leitungen und Qualitätsentwicklerinnen haben ihre zweijährige Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen und in ihren Einrichtungen ein nachhaltiges Qualitätsmanagementsystem etabliert. „Das lohnende Ziel jeder Qualitätsentwicklung sind im Dialog vereinbarte, verbindlich geregelte, eindeutige und transparente Arbeitsabläufe und Qualitätsstandards“, erklärt Projektleiterin Sandra Wehrle vom Diakonischen Werk Pfalz. Jede Kindertagesstätte benennt eine Qualitätsentwicklerin, die zusammen mit der Leitung in „Qualitätswerkstätten“ geschult wird. Außerdem gibt es in jeder Einrichtung einen Qualitätszirkel, in dem auch Elternvertretungen mitarbeiten.



Kita+QM läuft in den beteiligten Einrichtungen jeweils zwei Jahre. Im ersten Jahr werden die übergeordneten Führungsprozesse bearbeitet. Im zweiten Jahr geht es um die pädagogischen „Kernprozesse“. Darunter fallen Themen wie die Aufnahme und Eingewöhnung der Kinder und die Bildungsangebote in den Kindertagesstätten.

Das Projekt Kita+QM hat sich neben der Einführung zur kontinuierlichen und systematischen Qualitätsentwicklung und -sicherung in allen Kindertagesstätten der Evangelischen Kirche der Pfalz auch die Einführung, Erprobung und Durchführung des Verfahrens zur Erreichung des Evangelischen Gütesiegels zum Ziel gesetzt.

Im Bereich der Landeskirche gibt es rund zurzeit 250 Kindertagesstätten mit rund 17 000 Kita-Plätzen und insgesamt 2500 Erzieherinnen und Erziehern.