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Messe in der Festhalle
Ausstellerrekord bei ZAM

 Bei der Ausbildungsmesse drängten sich die Aussteller in der Festalle.
Bei der Ausbildungsmesse drängten sich die Aussteller in der Festalle. FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. Bei der Ausbildungsmesse waren 20 Firmen mehr dabei als in den Vorjahren. Von Nadine Lang

(nlg) Mit 82 Ausstellern bot sich am Dienstag den jugendlichen Besuchern der Zweibrücker Ausbildungs Messe (ZAM) in der Festhalle ein vielfältiges Informationsangebot wie noch nie zuvor. „Es sind 20 Aussteller mehr als in den Vorjahren, das freut uns sehr“, berichtet Alexandra Müller, eine der beiden Jugendscouts , die angegliedert an das Jugendamt jedes Jahr die Berufsinformationsmesse auf die Beine stellen.

Zu Beginn des Jahres schreiben die Jugendscouts etwa 400 bis 500 Betriebe und Ausbildungsstätten in Zweibrücken und der Region an. In diesem Jahr war die Rückmeldung so groß, dass jeder Platz benötigt wurde, weshalb aufgrund der Raumsituation keine Vorträge angeboten werden konnten. „Wir gehen davon aus, dass die Betriebe gemerkt haben, dass die Zahl der Bewerber zurückgeht“, schätzt Alexandra Müller die Präsenz der Betriebe auf der Messe ein. Das könnte etwa an gewissen Berufssparten liegen, die einfach weniger attraktiv sind, aber auch an den gestiegenen Qualifikationsansprüchen der Betriebe an die zukünftigen Auszubildenden, die sich auch immer häufiger die Fachhochschulreife oder sogar die allgemeine Hochschulreife von ihren Azubis wünschen. Selbst in Berufen, in denen vor Jahren der Hauptschulabschluss oder wenigstens die mittlere Reife noch vollkommen ausreichend waren.

Die Jugendscouts organisieren aber nicht nur die ZAM, sie sind die Jugendberufshelfer der Stadt Zweibrücken. Sie richten ihr kostenloses Hilfeangebot an Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren, die etwa Benachteiligungen erfahren und Probleme in den Bereichen: Schule, Ausbildung und Beruf haben. Geschickt werden sie dabei von den Lehrkräften oder der Jobbörse.



Im Klassenverband trafen die Schüler am Dienstag bei der ZAM ein und konnten sich bei den vielen Ausstellern über sämtliche Wege in den Wunschberuf informieren. Dass auch die Betriebe heute umdenken und ihre Ausbildungsstellen attraktiv gestalten müssen, zeigte sich auch an der Werbung der Unternehmen selbst, die etwa mit dem „Traumjob Zauberer“ um die Ausbildung zum Bäcker warb oder von „geballter Zollpower im Einsatz“ versuchte die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu gewinnen.

Die Jugendlichen selbst nahmen sich zum Teil ebenfalls Zeit für Kontakte und Gespräche und wer wollte und vorbereitet war, konnte sogar seine Bewerbungsmappe gleich vor Ort abgeben. Doch neben Kontakten stand auch die Aufklärung im Fokus der Messe, denn nicht immer haben die baldigen Berufsanfänger ein realistisches Bild eines Berufes im Kopf. Das bemerkte auch Sabrina Grub am Stand der Awo. „Man hat schon mit Vorurteilen zu kämpfen“, berichtet sie. Gerade das Berufsbild des Altenpflegers ist oftmals sehr negativ verankert, da hilft nur das persönliche Gespräch. Und dafür waren die 82 Aussteller eben auch da.