| 23:33 Uhr

Schüleraustausch
Auf den Spuren von Stanislaus

Die Schüler besuchten auch die Bibliotheca Bipontina.
Die Schüler besuchten auch die Bibliotheca Bipontina. FOTO: Werner Euskirchen
Zweibrücken. Schüler aus Leszno und Zweibrücken erforschten bei Projektwoche die Geschichte des Polenkönigs im Asyl.

Vor 300 Jahren fand Polen-König Stanislaus Lesczynski mit seiner Familie in Zweibrücken Asyl (1714-1719), für ihn wurde die Sommerresidenz Tschifflick in der Fasanerie gebaut. Bei einer einwöchigen Schülerbegegnung haben sich jetzt Jugendliche aus dem Gymnasium Leszno (der Heimatstadt Lesczynskis) mit dem Elfer-Leistungskurs Geschichte des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums auf die Spuren des Exilanten in unserer Region begeben.

Das Gymnasium Leszno ist eine der ältesten Schulen in Polen. Bekannte Schüler des Gymnasiums waren beispielsweise Stanislaus Lesczynski und der Schulreformator Johannes Commenius. Auch die Schulleiterin gehörte zur Delegation. Die Woche war gefüllt mit projektorientierten Arbeiten zur Thematik „ein polnischer König im Exil“, aber auch mit Ausflügen zu Stationen Lescynskis außerhalb Zweibrückens: nach Gräfinthal, Nancy und Lunéville. Damit folgten die Gymnasiasten der vor wenigen Wochen vom Vorsitzenden der Paneuopa-Union Rheinland-Pfalz, Werner Euskirchen, proklamierten „Paneuropäischen Polenkönig Stanislaus Route“. Die Mitbegründerin dieser Route, Marie Viroux, Beigeordnete des Bürgermeisters von Lunéville, organisierte für die deutsch-polnische Schülergruppe einen offiziellen Empfang im Rathaus ihrer Stanislaus-Stadt.

Untergebracht waren die Schüler aus Leszno und Zweibrücken während ihrer Projektwoche im „Ökologischen Schullandheim Spohns Haus“ in Gersheim.



Vorangegangen waren dem Besuch jahrelange Bemühungen der Deutsch-Polnische Gesellschaft „Polenkönig Stanislaus im Herzogtum Zweibrücken“ in Zusammenarbeit mit dem Verein der Ehemaligen und Freunde des Herzog-Wolfgang-Gymnasiums, die Kontakte nach Leszno in Polen zum Stammsitz des Polenkönigs Stanislaus „aus historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründen zu intensivieren“, erinnert Euskirchen.