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Bis zur Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahl am 23. September stellt der Pfälzische Merkur den Kandidaten wöchentlich eine Frage, auf die alle in einer vorgegebenen Länge antworten sollen. – Heute: Als kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands ist absehbar, dass Zweibrücken seine Eigenständigkeit verliert, falls Rheinland-Pfalz die  angekündigten Verwaltungsreform-Pläne vorantreibt. Wie und mit wem soll sich Zweibrücken in der Region künftig aufstellen?
Andreas Wente

 Andreas Wente (parteilos).
Andreas Wente (parteilos). FOTO: Lutz Fröhlich
„Seit 2007 plant Rheinland-Pfalz die Gebiets- und Verwaltungsreform. 2010 wurden erste Gesetze erlassen. Ziel soll es sein, eine Verbesserung der Zuordnung von Aufgabenbereichen, Verwaltungsabläufen und Verwaltungsprozessen zu erreichen.

Gleichzeitig soll eine Optimierung kommunaler Gebietsstrukturen stattfinden. Der Ausbau kommunaler Kooperationen, die Verbesserung der Bürgernähe und der Ausbau des Bürgerservice der Kommunen sind weitere Ziele.

Durch den demographischen Wandel – Einwohnerzahlen sinken durch niedrige Geburtenraten und das Wegziehen in Großstädte – wird dies auch Auswirkungen auf unsere Stadt haben.

Das Finanzamt und das Arbeitsamt befinden sich heute nur noch mit Außenstellen in Zweibrücken. Auch die AOK hat derzeit nur zu eingeschränkt geöffnet.



Als möglichen Partner, mit dem Zweibrücken kooperieren könnte, favorisiere ich derzeit Homburg. Über eine länderübergreifende Zusammenführung denkt man auch in Berlin nach.

Aus heutiger Sicht wird es aber wahrscheinlich Pirmasens, da zwei Ämter dort schon verankert und die Reform recht weit vorangeschritten ist. Als zukünftiger Oberbürgermeister werde ich alles daran setzten, dass unsere Stadt weiter die kleinste kreisfreie Stadt bleibt.“