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Anbau für Nardini-Klinikum
Schwierige Bauarbeiten sind angelaufen

 Der Grund, auf dem der Bettenbau in den kommenden Wochen hochgezogen werden soll, ist geebnet. Nun müssen noch Pfahlgründungsarbeiten abgeschlossen werden. Diese sind erforderlich, weil der Boden sonst nicht die notwendige Stabilität garantieren würde.
Der Grund, auf dem der Bettenbau in den kommenden Wochen hochgezogen werden soll, ist geebnet. Nun müssen noch Pfahlgründungsarbeiten abgeschlossen werden. Diese sind erforderlich, weil der Boden sonst nicht die notwendige Stabilität garantieren würde. FOTO: Mathias Schneck
Zweibrücken. Anbau für Nardini-Klinikum: Pfahlgründungsarbeiten sind erforderlich. Trotzdem soll im Herbst 2020 alles fertig sein. Von Mathias Schneck

Die Rosenstadt macht es Bauherren nicht unbedingt leicht. Die Tragfähigkeit des Bodens lässt vielfach zu wünschen übrig, in der Folge müssen Pfahlgründungsarbeiten vorgenommen werden. So ist es auch beim geplanten Anbau des Bettengebäudes am Nardini-Klinikum, wie Franz-Josef Germann, Sprecher der Klinik, auf Anfrage unserer Zeitung erklärt.

„Ein Bodengutachten hat ergeben, dass es an dieser Stelle nicht ohne Pfahlgründungen geht“, sagte Germann. Wirklich überrascht sei man bei der Klinikleitung darüber aber nicht gewesen. „Man kennt das ja in Zweibrücken“, merkt der Pressesprecher an.

In den vergangenen Wochen sei der alte Flachbau, der dem geplanten Bettenbau weichen musste, abgerissen worden, danach wurde der Boden eingeebnet, nun werde alles für die anstehenden Pfahlgründungen vorbereitet.



„An unserem Zeitplan hat sich nichts geändert: Im Herbst 2020 soll der Anbau stehen“, machte Germann deutlich.

Wenn das neue Gebäude hochgezogen ist, wird sich das Nardini-Klinikum im jetzt weitgehend leer stehenden Ex-Evangelischen Krankenhaus einmieten müssen. Dort hat das Nardini-Klinikum bislang rund 50 Betten angemietet, sagte Germann. Ab Herbst nächsten Jahres werde dann alles am Standort an der Kaiserstraße konzentriert. Der Neubau werde eine Bruttogeschossfläche von 5600 Quadratmetern aufweisen, hatte das Nardini-Klinikum im vergangenen Jahr in unserer Zeitung erklärt, acht Stockwerke (inklusive Keller und Dachgeschoss) sind vorgesehen.

Für das Bauprojekt sind knapp 16 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Rheinland-Pfalz fördert den Anbau in Zweibrücken mit 14,17 Millionen Euro, die größtenteils aus dem Krankenhausstrukturfonds bereitgestellt werden (wir berichteten). Die Förderquote beträgt 90 Prozent, so dass die Gesamtkosten bei besagten knapp 16 Millionen Euro liegen.

Ab Herbst 2020 werden also alle Leistungen des Nardini-Klinikums am Standort an der Kaiserstraße erbracht werden, damit konzentriert sich das Krankenhaus-Angebot in der Rosenstadt künftig ausschließlich dort. Das Ex-Evangelische Krankenhaus, das eventuell dem Erdboden gleich gemacht werden wird, hat dann als Puffer endgültig ausgedient.Die Lichter gingen in dem Gebäudekomplex am Himmelsberg bereits Ende September 2016 weitgehend aus – zu dem Zeitpunkt musste das Krankenhaus wegen schwerer Managementfehler des damaligen Betreibers, des LVIM (Innere Mission), schließen.