| 22:19 Uhr

Am T-Shirt erkannt: Abschiebehäftling in Ingelheim gefasst

Ingelheim. Nur ein paar Stunden nach seiner Flucht aus der Abschiebehaft in Ingelheim ist ein 32 Jahre alter Mann wieder gefasst worden. Zum Verhängnis sei ihm geworden, dass er sein T-Shirt nicht gewechselt habe, sagte gestern ein Polizeisprecher. Der Häftling habe auf einer Straße in Ingelheim im Kreis Mainz-Bingen einen Mann gebeten, ihm ein Taxi zu rufen. Als der Angesprochene das Shirt sah, erinnerte er sich an die Beschreibung eines solchen Kleidungsstücks im Fahndungsaufruf der Polizei . Statt einer Taxizentrale rief er die Polizei an. Der Geflohene ließ sich am späten Mittwochabend widerstandslos festnehmen. Agentur

Nur ein paar Stunden nach seiner Flucht aus der Abschiebehaft in Ingelheim ist ein 32 Jahre alter Mann wieder gefasst worden. Zum Verhängnis sei ihm geworden, dass er sein T-Shirt nicht gewechselt habe, sagte gestern ein Polizeisprecher. Der Häftling habe auf einer Straße in Ingelheim im Kreis Mainz-Bingen einen Mann gebeten, ihm ein Taxi zu rufen. Als der Angesprochene das Shirt sah, erinnerte er sich an die Beschreibung eines solchen Kleidungsstücks im Fahndungsaufruf der Polizei . Statt einer Taxizentrale rief er die Polizei an. Der Geflohene ließ sich am späten Mittwochabend widerstandslos festnehmen.

Der Mann war nach Polizeiangaben in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Sexualverbrechen, Körperverletzung, Raub und Drogendelikten aufgefallen. Bereits vier Mal war er abgeschoben worden und stets wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Wie er das schaffte, blieb unklar. Die Polizei geht davon aus, dass die bevorstehende erneute Abschiebung der Grund für die Flucht des Mannes war.

Der 32-Jährige hatte in der sogenannten Gewahrsamseinrichtung für Ausreisepflichtige (GfA) in Ingelheim gesessen, weil er illegal in Deutschland ist. Die Flucht war ihm am Mittwochmorgen gelungen, als er aus der Abschiebehaft in ein Ingelheimer Krankenhaus gebracht worden war. Er hatte über Magenschmerzen geklagt und bei der medizinischen Untersuchung die Handschellen abgenommen bekommen. Die Gelegenheit nutzte er, um einen Justizwachtmeister und zwei Sicherheitsmitarbeiter des Abschiebegefängnisses zur Seite zu schieben und zu fliehen, wie die Polizei mitteilte.



Die zuständige rheinland-pfälzische Aufsichtsbehörde ADD will nun die Abläufe, die zu der Flucht führten, analysieren. Grundsätzlich könnten Ärzte einen Menschen schlecht untersuchen, wenn er gefesselt sei, sagte eine Sprecherin der ADD.