| 20:31 Uhr

Drei Chöre
Ein Konzert im Zeichen des Friedens

Auch der Contwiger Chor 2000, unter Leitung von Wolf-Rüdiger Schreiweis, wirkt beim Friedens-Konzert mit.
Auch der Contwiger Chor 2000, unter Leitung von Wolf-Rüdiger Schreiweis, wirkt beim Friedens-Konzert mit. FOTO: Verein
Zweibrücken/Bitche. Drei Chöre aus Deutschland und Frankreich singen am Sonntag zuerst in Bitche und anschließend in der Zweibrücker Alexanderskirche. Von Cordula von Waldow

Ein deutsch-französisches Friedens-Konzert mit Mitwirkenden aus zwei verschiedenen Ländern, in zwei verschiedenen Kirchen beider Nationen und bei zwei Konfessionen – damit wollen die Initiatoren Wolf-Rüdiger Schreiweis und Bernard Filipiak mit gleich drei Chöre ein Zeichen für Frieden und Freundschaft setzten. So findet das Konzert auch an diesem Sonntag, 11. November statt, genau 100 Jahre nach der berühmten Unterschrift in einem Eisenbahnwaggon in Compiègne, mit der Deutschland und Frankreich den Ersten Weltkrieg beendeten. Im siegreichen Frankreich wird dieser Tag sogar als Feiertag geehrt.

Das erste Konzert wird um 15 Uhr in der katholischen Kirche Sainte Catherine Bitche gesungen, das zweite um 18.30 Uhr in der protestantischen Alexanderskirche in Zweibrücken. „Gemeinsam sind wir stark“, ist die Botschaft, welche die drei Chöre beider Länder vermitteln wollen. Wie bereits bei einem Sommerkonzert im Rosengarten, sind der Mittelbacher Gospelchor Gospel & Praise und der Contwiger Chor 2000, beide unter Leitung von Wolf-Rüdiger Schreiweis, sowie der französische Chor Méli Mélodies aus Petit Réderching unter Leitung von Bernard Filipiak zu hören.

Unter dem deutlichen Rechtsdruck, der überall in Europa zu spüren ist, war es für Wolf-Rüdiger Schreiweis ein Leichtes, die drei Chöre für ein gemeinsames Friedenskonzert an diesem Datum zu begeistern. Dass dieses auch noch ökumenisch in Kirchen beider Konfessionen gegeben wird, ist die zusätzliche Botschaft, sich gegenseitig in der Verschiedenheit anzunehmen.



„Wir haben drei Blöcke à 25 Minuten, für jeden Chor einen. Zum Abschluss singen wir ein gemeinsames Lied“, plant der Chorleiter, der mit Ehefrau Christa auch in Frankreich wohnt. Natürlich suchten sich alle Chöre, zum Thema passend, Friedenslieder aus. Gospel & Praise haben sich für das hebräische „Hevenu Shalom“, „Amazing Grace“ und „We shall overcome“ entschieden.

Der Chor 2000 plant „We are the world“ von Michael Jackson, „Bridge over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel und „He ain't heavy, he's my brother“ von den Hollies.

Auch die Franzosen werden Frieden und Brüderschaft in ihren Gesängen thematisieren, vielleicht mit dem mehrsprachigen „Ein bisschen Frieden“, mit dem die saarländische Sängerin Nicole 1982 den Eurovision Song-Contest gewonnen hat. Gleich vier Schirmherren, nämlich der Zweibrücker Bürgermeister Christian Gauf, Pierre Humbert als Maîre von Bitche, Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker und sein französisches Pendant, Francis Vogt, betreuen das Projekt.

In einem „erweiterten Programmheft“ sind verschiedene Beiträge zu dem historischen Datum geplant. Der Historische Verein Bitche erinnert an seine große Ausstellung dazu. Dekan Peter Butz zitiert aus seiner viel beachteten Rede im Mai im französischen Arras bei einer Friedensdemonstration anlässlich des 100. Jahrestages. „Wir wollen nicht die Vergangenheit beweihräuchern, sondern in die Zukunft blicken“, erklärt Simone Blatt. So kommen Schüler sowohl des Helmholtz-Gymnasiums als auch des französischen Lycée Teyssier zu Wort, um ihre Gedanken und Wünsche zur deutsch-französischen Freundschaft zu entwickeln. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.