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Oberbürgermeister-Stichwahl am 14.10.
AfD ruft zur Wahl von Christian Gauf auf

Christian Gauf hat um die Stichwahlempfehlung der AfD nicht gebeten. Im Gegenteil, er äußerte sich schon am Sonntag nach dem ersten Wahlgang diesbezüglich recht abweisend.
Christian Gauf hat um die Stichwahlempfehlung der AfD nicht gebeten. Im Gegenteil, er äußerte sich schon am Sonntag nach dem ersten Wahlgang diesbezüglich recht abweisend. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. CDU-Bewerber sei das „kleinere Übel“ im Vergleich mit dem Kandidaten der SPD, welche die Stadt „heruntergewirtschaftet“ habe.

Der AfD-Kreisverband Zweibrücken empfiehlt den Bürgern, bei der Oberbürgermeister-Stichwahl am 14. Oktober „den Kandidaten Gauf zu wählen, da er das kleinere Übel ist und die AfD auch auf eine Abwahl der SPD bei den Kommunalwahlen hinarbeitet“. Das teilte AfD-Pressesprecherin Doris Will Freitagfrüh auf Merkur-Anfrage mit. Die Entscheidung sei am Donnerstag gefallen. Warum ist Gauf im Vergleich mit dem nach dem ersten Wahlgang führenden Marold Wosnitza (SPD) das kleinere Übel? „Da wir in ihn die Hoffnung setzen, dass sich für die Stadt etwas zum Positiven ändern könnte“, antwortete Will. „Sicher ist das allerdings auch nicht, aber es besteht die Hoffnung.“ Die SPD habe „die Stadt durch permanente Fehlentscheidungen heruntergewirtschaftet“.

Die von Will erwähnte Stadtrats-Wahl findet am 29. Mai statt. Zwar war die AfD 2014 mit 5,1 Prozent in den Stadtrat gewählt worden, ihre beiden Ratsmitglieder haben aber die Partei verlassen und Ende 2015 eine eigene Fraktion gegründet, die PBZ (Parteilose Bürger Zweibrückens).

AfD-Kandidat Klaus Peter Schmidt war am vergangenen Sonntag im ersten Oberbürgermeister-Wahlgang mit 4,2 Prozent ausgeschieden, Wosnitza holte 42,7 und Gauf 36,4 Prozent. Vor der AfD hat bereits der mit 13,3 Prozent Drittplatzierte Atilla Eren (Einzelbewerber) zur Wahl Gaufs aufgerufen (wir berichteten).



Gauf allerdings hat um die Wahlempfehlung der AfD nicht gebeten. Bereits am Wahlabend antwortete der amtierende Bürgermeister auf die Merkur-Frage, ob er das Gespräch mit der AfD wegen einer möglichen Wahlempfehlung suche: „Das sind für mich keine Wähler, die ich ansprechen werde. Wenn die mich wählen, gerne. Aber das sind meist reine Protestwähler – ich vermute, dass die weder jemand von der SPD noch von der CDU wählen.“

(lf)