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Flughafen Zweibrücken
Abstufungsverfahren ist jetzt angelaufen

Der Zweibrücker Flughafen hat in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt an Bedeutung verloren. Unser Archivfoto vom 3. November 2014 zeigt die Abfertigung der letzten offiziellen Passagiermaschine von Tuifly nach Fuerteventura. Mit gesenkten Köpfen standen die damaligen Mitarbeiter des Flughafens Spalier.
Der Zweibrücker Flughafen hat in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt an Bedeutung verloren. Unser Archivfoto vom 3. November 2014 zeigt die Abfertigung der letzten offiziellen Passagiermaschine von Tuifly nach Fuerteventura. Mit gesenkten Köpfen standen die damaligen Mitarbeiter des Flughafens Spalier. FOTO: Oliver Dietze / dpa
Zweibrücken. Eine schier endlose Geschichte geht nun offenbar wirklich ihrem Ende entgegen: Der Zweibrücker Flughafen wird auf Antrag des Geländebesitzers Triwo nun offiziell zum Verkehrssonderlandeplatz zurückgestuft. Das ist zwar schon seit der Übernahme des Geländes durch die Triwo Ende 2014 geplant und angekündigt, verzögerte sich aber immer wieder. Laut Triwo etwa deshalb, weil neue Gutachten zur künftigen Lärmbelastung erstellt werden mussten. Nach dem Wegfall des Passagierflugverkehrs finden dort noch unter anderem Schulungs-, Test- und touristische Flüge statt. Von Eric Kolling

Auch die Öffentlichkeit wird im Rahmen der beantragten Abstufung eingebunden. Die Antragsunterlagen (Pläne und Erläuterungen) liegen vom Freitag, 11. August, bis Montag, 11. September, bei der Stadtverwaltung Zweibrücken, Herzogstraße 1, Zimmer 125, während den Öffnungszeiten aus, also von Montag bis Freitag von acht bis zwölf, Donnerstag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr. Bürger könnten bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, also den 25. September, beim Landesbetrieb Mobilität RP, Fachgruppe Luftverkehr, Gebäude 890, 55483 Hahn-Flughafen oder bei der Stadtverwaltung Zweibrücken Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift erheben, teilt die Stadt mit. Die Einwendung müsse den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen.

Nach der Abstufung sollen nur noch Flieger bis maximal 14 Tonnen Höchstabfluggewicht erlaubt sein, bauliche Änderungen seien nicht beantragt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei laut Gesetz nicht nötig. Der LBM hatte angesichts der Reduzierung auf 14 Tonnen erklärt, dass sich der Fluglärm „deutlich verringere“. Nach der Abstufung entfiele die theoretische Möglichkeit, dass der Flughafen als Ausweichlandeplatz für große Passagiermaschinen des Flughafens Ensheim oder auch Frachtflieger herangezogen wird. Diese Möglichkeit sei künftig „ausgeschlossen“, wie der LBM auf Anfrage mitteilt. Möglich bleibe es aber, dass solche Maschinen in einem Ausnahmefall eine Notlandung vollziehen dürften. Bis Ende des Jahres könne die Abstufung beendet sein, erklärt der LBM.