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Zweibrücker Herzog-Wolfgang-Realschule plus
Entlassfeier eloquent und humorvoll gestaltet

 Die Neunt- und Zehntklässler feierten am Mittwochabend mit einer langen Feier ihren Abgang von der Herzog-Wolfgang-Realschule plus in Zweibrücken.
Die Neunt- und Zehntklässler feierten am Mittwochabend mit einer langen Feier ihren Abgang von der Herzog-Wolfgang-Realschule plus in Zweibrücken. FOTO: Sebastian Dingler
Zweibrücken. Beeindruckende Schüler-Beiträge beim Abschied von 109 Absolventen der Herzog-Wolfgang-Realschule plus. Von Sebastian Dingler

Mit einer groß angelegten Feier haben die Absolventen der neunten und zehnten Stufe der Herzog-Wolfgang-Realschule plus Abschied von ihrer Schule genommen. Während die 46 Neuntklässler mit ihrem Programm aus Reden und Dia-Shows in etwa einer Stunde durch waren, nahm der Abschied der 63 Zehntklässler nahezu epische Ausmaße an.

Wahrscheinlich hatte niemand damit gerechnet, dass die Temperaturen im zweiten Stock das lange Verweilen im Mehrzwecksaal des Standorts Wackenstraße nicht gerade angenehm machen würden. Und so mussten die vielen Eltern, Schüler und Lehrer eben zwei Stunden in der Hitze ausharren, ehe es zur Zeugnisausgabe kam.

Dass die Feiern getrennt abliefen, hatte auch mit dem Brandschutz zu tun, erklärte Schulleiter Thomas Trier zu Beginn der Feier für die drei zehnten Klassen. „Das kann man von diesem Jahrgang wirklich sagen: Es gab wenig Probleme“, lobte der Rektor. Bezogen auf das Feier-Motto „Walk of Fame“ meinte Trier: „Passt auf, dass euer Stern nicht zu hell brennt, denn dann könnte er verglühen.“ Auf der Treppe nach oben hatten die Schüler Sterne mit ihren Namen ausgelegt in Anspielung an den berühmten Gehweg in Hollywood, auf dem viele Stars verewigt sind.



Kira Hnida und Cedric Ruhstorfer moderierten die Feier, wobei Letzterer ganz ehrlich meinte, die Schüler seien einfach froh, dass das Pauken und die Schindereien nun vorüber sind. Ein hübsch gemachter Trickfilm mit kleinen Zetteln kennzeichnete die „Verfolgungsjagd der Entwicklungsziele der Klasse 10s1“, ehe ein parodistischer Film für viel Heiterkeit sorgte. Besonders Luca Röthig als „Klassenlehrerin Frau Bartsch“ machte darin seine Sache sehr gut.

Die Abschlussrede für die Klasse 10s1 hielt Niklas Graß mit Bravour. So eloquent und selbstbewusst hat man selten einen Zehntklässler am Mikrofon erlebt. Da wunderte es wenig, dass Niklas auch einer der beiden Schülersprecher war und am Ende für sein soziales Engagement ausgezeichnet wurde. Abgesehen davon, dass er noch einen Preis für besondere Leistungen im Fach Physik einheimste und in der Musik-AG Gitarre spielte.

Die Klasse 10s2 zeigte zunächst Bilder ihrer Klassenfahrt nach Prag, dazu sangen die Absolventen den Rihanna-Song „Stay“. Schülerin Adelina erinnerte in ihrer Rede an die lustigen Stellen im Schulalltag: Als eine Mitschülerin meinte, der Südpol müsse der heißeste Ort der Welt sein, schließe werde es doch im Süden wärmer. Oder wie ein Mitschüler beim Sport aus der Kurve flog und damit ein mittleres Erdbeben ausgelöst haben soll. Emrah Öney meinte augenzwinkernd: „Wir sind am Ziel und die Lehrer sind am Ende.“ Dass so mancher der Schüler auch mal einen sprichwörtlichen Tritt in den Hintern gebraucht habe, sagte Mailin Klein, die außerdem der Klassenlehrerin Sandra Ebert dankte „für die Kraft, die Sie uns gegeben haben.“ Am Ende dieses Abschnitts überreichte jeder 10s2-Schüler eine Rose an Frau Ebert.

Die Klasse 10s3 startete ihren Beitrag mit einer Parodie auf die Tagesschau, die den Schulalltag mit Humor auf die Schippe nahm. Den Namen ihrer Lehrerin, Ernst, nahmen die Schüler zum Anlass, in ihrer Rede dieses Wort möglichst oft unterzubringen: „Jetzt wird’s ernst, Frau Ernst“, hieß es da oder: „Es ging ernsthaft zur Sache.“ Am Ende der Rede stand aber das Motto: „Schluss mit Ernst, jetzt wird’s lustig.“ Danach gingen die drei Klassenlehrerinnen auf die Bühne, wobei Lehrerin Carmen Ernst meinte: „Wir saßen zusammen und wollten eine Abschiedsrede formulieren, hatten aber gar kein großes Interesse daran, da wir euch gerne behalten wollten.“ Das gute Verhältnis von Frau Ebert zu ihrer Klasse sei so weit gegangen, erzählte die Lehrerin, dass ihre eigenen Töchter mal darauf hingewiesen hätten, dass sie doch ihre Kinder seien, nicht die Schüler. Und Hundeliebhaberin Rebekka Bartsch meinte: „Ihr seid mein perfektes Rudel gewesen.“

Vor der Zeugnisausgabe wurden noch einzelne Schüler für besondere Leistungen geehrt. Neben dem schon erwähnten Niklas Graß waren das Silas Weber für sein soziales Engagement, Jenny Borgmann im Fach Chemie, Kethrin Munsch im Fach Deutsch und Said Rahmani in Mathematik.

Die Asolventen: Kevin Aggoun, Nargis Ahmadi, Shakila Ahmadi, Mohmoud Al Hamwi, Aya Alshihan, Nina Arnold, Sarah Bachmann, Daniela Backes, Rojin Bakir, Robin Barth, Marie Bentz, Jennifer Benz, Adelina Berisha, Lukas Blinn, Lars Blinn, Michelle Bodmer, Derya Bolat, Marc Bolies, Jenny Borgmann, Julia Katharina Bös, Artur Buchinski, Angelina Burkart, Lisa-Marie Conrad, Celine Danner, Anthony Dektyarov, Anika Ebersoldt, Lea Eileen Feß, Nick-Frederick Frichert,
Florim Ganaj, Christoph Geibel, Leon Geier, Niklas Graß, Leonard Hadasch, Dennis Hamburg, Selina Heimann, Dennis Herrmann, Kira Hnida, Noah Hoffmeister, Carina Hrisanfov, Tim-Jannik Hüther, Noah Jahnke, Armin Kadiric,
Kilian Kahl, Hagihi Keqaj, Florentina Keqaj, Emerson Kerellaj, Eve Keßler, Mailin Klein, Daniel Kraft, Leonie Kunert,
Enrico Kutschke, Alexander Leicht, Justin Littau, Maximilian Loch, Marleen Marhöfer, Juliane Marx, Christine Matis, David Matis, Hannah Mayer, Lilly Mehl, Tim Michael Meier, Amin Mittrach, Adrian Mocean, Sedra Mohamad, Kethrin Munsch, Kai Michael Neu, Ashley Neuhardt, Emrah Öney, Adin Osmanovic, Christoph Paul, Justin-Ralf Pauls,
David Pfeifer, Johannes Rabung, Esjonita Radosta, Shkurte Radosta, Shabnam Rahmani, Said Omran Rahmani, Marvin Rennebach, Melina Riffel, Luca Röthig, Cedric Ruhstorfer, Vladimir Saremba, Timo Schmitt, Lena Schneider, Marc Schrepfer, Anton Schulakow,
Nico Schulz, Anastasia Schwarz, Jan Schweitzer, Yuliana Shiyapova, Daryna Skrypchenko, Franziska Sonntag,
Jason Steininger, Laura Stroi, Mohammad Reza Tawassuli, Celina Sandrine Wackes, Jacqueline Wagner, Nico Weber, Silas-Milan Weber, Nina-Josephine Werner, Vanessa Weßa, Natalie Weßa, Franziska Weßa, Sophie Yang.
(Fünf weitere Schüler: Einverständnis zur Veröffentlichung lag nicht vor.)

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