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Trauerfeier für Oberbürgermeister
Abschied nehmen von Kurt Pirmann

 Die Alexanderskirche bietet Platz für 600 Personen.
Die Alexanderskirche bietet Platz für 600 Personen. FOTO: Mathias Schneck
Zweibrücken. Die Trauerfeier für den Oberbürgermeister wird gemäß dessen Wunsch in der Alexanderskirche stattfinden. Von Mirko Reuther

Die Zweibrücker können bei einem offiziellen Trauerakt von ihrem Oberbürgermeister Kurt Pirmann Abschied nehmen. Die Trauerfeier am Freitag, 6. Juli um 15.30 Uhr, in der Alexanderskirche ist öffentlich, bestätigte Stadtsprecher Heinz Braun am Mittwoch. Die Feier in der spätgotischen Hallenkirche abzuhalten,  war der ausdrückliche Wunsch von Pirmann, der am Montag im Alter von 63 Jahren nach langer Krankheit einem Krebsleiden erlag. Den Gottesdienst wird Dekan Peter Butz leiten.

Weitere Pläne um die konkrete Ausgestaltung der Trauerfeier sind noch nicht abgeschlossen. Dies sei erst im Laufe der kommenden Woche der Fall, sagt Braun. Auch die Liste der Redner ist noch weitestgehend offen. Gewiss scheint lediglich, dass die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die sich angekündigt hat, zu den Rednern gehören wird. „Ich bin mir sicher, dass sie einige Worte sagen wird“, bestätigt Braun. Dreyer, die Pirmann noch am 22. Juni in Zweibrücken besucht hatte – auch um ihm nachträglich zu seinem Geburtstag zu gratulieren – äußerte sich in einer Mitteilung „tief erschüttert und sehr traurig“ über den Tod des Oberbürgermeisters. „Kurt Pirmann war ein Macher. Er hat in Zweibrücken in schwierigen Zeiten viel bewegt. Gleichzeitig war er immer nah bei den Menschen.“ Die Anwesenheit der Ministerpräsidentin wird voraussichtlich ein eigenes Sicherheitskonzept erforderlich machen, sagt Braun.

Dass die im 15. Jahrhundert erbaute Alexanderskirche allen Trauernden Platz bietet, ist allerdings fraglich. „Die Alexanderskirche hat 600 Plätze. Sie  gehört zu den größten in der Stadt. Trotzdem könnte es eng werden“, vermutet Braun. Den Abschied von Pirmann auf dem Herzogplatz zu senden, wo aktuell im Zuge der Fußball-WM ohnehin täglich Übertragungen stattfinden, schließt der Stadtsprecher kategorisch aus: „Das ist immer noch eine Trauerfeier.“



Die Stadtverwaltung fungiert im Rahmen der Feier im weitesten Sinne als Veranstalter und wird auch die Einladungen an Landespolitiker, Weggefährten und politische Begleiter Pirmanns verschicken. Für diese sowie die Familie des Oberbürgermeisters, der die Geschicke der Rosenstadt seit 2012 geleitet hatte, wird in der Kirche ein abgetrennter Bereich reserviert sein.

Die Zweibrücker können ihren Abschied von Pirmann aber auch mit persönlichen Worten bekunden. Die Stadtverwaltung Zweibrücken hat zum Tod des Oberbürgermeisters ein Kondolenzbuch im Foyer des Rathauses ausgelegt. Wer sein Beileid bekunden will, kann sich täglich zwischen acht und 16.30 Uhr in das Kondolenzbuch eintragen. Auch im Eingangsbereich der Verbandsgemeinde-Verwaltung Zweibrücken-Land in der Landauer Straße liegt ein Kondolenzbuch aus.