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Absage für Winterspaß
Absage für Winterspaß

So ähnlich wie hier 2011 in Homburg sollte es auch in Zweibrücken aussehen.
So ähnlich wie hier 2011 in Homburg sollte es auch in Zweibrücken aussehen. FOTO: Thorsten Wolf
Zweibrücken. Die bereits für das vergangene Jahr geplante und dann abgesagte Eisbahn in Zweibrücken wird auch in diesem Jahr nicht kommen. Von Eric Kolling

Auch in der anstehenden kalten Jahreszeit wird es in der Rosenstadt keine besuchermagnetische Innenstadt-Attraktion geben: Die Idee einer „Zweibrücker Winterwelt“ mit Almhütte und Eisbahn aus dem vergangenen Jahr kommt definitiv nicht zum tragen. Das erklären sowohl der potentielle Veranstalter Thorsten Bruch von TOB Events als auch der Zweibrücker Kulturamtschef Thilo Huble auf Anfrage.

Die Gründe seien vielfältig. Zum einen spreche die zeitliche Nähe zu Bruchs Homburger Weihnachtsdorf dagegen, erklärt der Veranstalter. Dieses findet vom 10. bis zum 30. Dezember auf dem Christian-Weber-Platz statt.  Auch der zeitliche und personelle Aufwand habe dafür gesorgt, dass man zumindest aktuell von der Veranstaltung abgesehen habe.

Thilo Huble erklärt, man habe keine Basis gefunden, um die Veranstaltung „so attraktiv zu gestalten, dass eine entsprechende Akzeptanz da ist“, so Huble. Das Risiko sei zu groß gewesen, einen unverhältnismäßigen Kostenrahmen zu stemmen, ohne zu wissen, wieviele Leute kommen. Das habe sich schon bei einer aktualisierten Kalkulation in der letztjährigen Vorbereitung angedeutet. „Wenn man nur ein paar Buden aufstellt, hat das keinen Sinn. Man braucht eine Attraktion drumherum, um das gegenzufinanzieren. Eine Eisbahn, eine Biathlonstrecke oder ähnliches“, sagt Huble. Für solche Attraktionen müsse man mit einem „hohen fünfstelligen, eher sechsstelligen“ Betrag rechnen. Sein Fazit: „Im Moment sehe ich keine Realisierungsmöglichkeit“.



Dieses Jahr war die „Winterwelt“ vom13. Januar bis 28. Februar auf dem Herzogplatz angedacht. Die Veranstaltung mit Almhüttengaudi und Eisbahnspaß hätte die Innenstadt vor dem Hintergrund boomenden Onlinehandels und der eher unattraktiveren Winterzeit beleben und zusätzlichen Erlebnischarakter schaffen sollen. Auf der Eislaufbahn waren etwa Eisstockschieß-Veranstaltungen für Gruppen, Eiskunstlaufvorführungen, Open-Air-Eis-Disco oder eine entsprechende Faschingsparty angedacht. In den Hütten sollte es etwa regelmäßige Après-Ski-Partys geben. Das finanzielle Risiko hätte der Veranstalter getragen, analog den jüngsten Open-Air-Konzerten wie von Andreas Bourani. Die Stadt hätte etwa bei der Sponsorengewinnung geholfen, so Kulturamtschef Huble.