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Spektakuläre Bauarbeiten
Abriss der Himmelsbergbrücke hat begonnen

Ein gewaltiger 350-Tonnen-Kran hebt ein erstes herausgesägtes Stück der alten Fußgängerbrücke am Himmelsberg an.
Ein gewaltiger 350-Tonnen-Kran hebt ein erstes herausgesägtes Stück der alten Fußgängerbrücke am Himmelsberg an. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Abriss des maroden Bauwerks über L471 hat begonnen.

(bav) Erleichterung war den Arbeitern gestern um 13.50 Uhr anzusehen, als der gewaltige 350-Tonnen-Kran ein erstes herausgesägtes Stück der alten Fußgängerbrücke am Himmelsberg nach oben anhob. Millimeterarbeit war notwendig, um das fast 80 Tonnen schwere und 14,5 Meter lange Teil des Übergangs aus den Fugen zu heben, ohne es an den seitlichen Betonwänden zu verklemmen. Das Drehen und Absetzen auf der Fahrbahn darunter  wirkte dann schon fast wie einstudiert. Zuvor hatte die diamantbesetzte Seilsäge einer Spezialfirma ganze Arbeit geleistet und die Brücke binnen zweieinhalb Stunden  durchtrennt. Etwa 350 Euro koste ein Meter dieses Spezialseils, so der Firmenchef. Auch Helge Marschall, Abteilungsleiter Brückenbau beim UBZ, atmete durch. „Ich bin froh, dass die Arbeiten weiter im Zeitplan liegen und wir bisher keine größeren Probleme hatten“, erläutert er den Baufortschritt über der neuralgischen Verkehrsader L471. Der Rest der Brücke, der jetzt auf Stützen ins Nichts ragt, werde nochmals in drei Phasen entfernt. Zwei Hälften des bereits längs zersägten Mittelteils, mit einer Länge von 16 Metern, würden einzeln nach unten gehievt und der Teil der anderen Böschungsseite, der dann nur noch etwa 6,50 Meter lang ist,  mit einem weiteren Kran von der Himmelsbergstraße her beseitigt. Diese Maßnahmen sollen, so Marschall bis morgen abgeschlossen sein. Alle entfernten Teile werden, außer dem Kurzelement, dann nochmals in transportable Stücke zersägt und abtransportiert. Steffen Mannschatz, Abteilungsleiter beim UBZ, geht davon aus, dass die Sperrung der L 471, wie vorgesehen, noch bis 18. Oktober andauert. Bis dahin seien, neben Aufräumarbeiten, auch die Lager für die neue Brücke zu befestigen. Diese soll dann im Dezember den Bahneinschnitt an der exakt gleichen Stelle überbrücken und die beliebte fußläufige Abkürzung in die Stadt wieder ermöglichen. 

Der Rest der Brücke, der gestern auf Stützen ins Nichts ragte, wird in drei weiteren Arbeitsphasen entfernt.
Der Rest der Brücke, der gestern auf Stützen ins Nichts ragte, wird in drei weiteren Arbeitsphasen entfernt. FOTO: Volker Baumann